Bad Schandau Rundwanderung (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 41 Min.
Höhenmeter ca. ↑622m  ↓622m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Herzen der Sächsischen Schweiz, liegt malerisch gestreckt zwischen Elbufer und den bewaldeten, felsigen Hängen direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz der Kneippkurort Bad Schandau. Hier gibt es zahlreiches für Jung und Alt, zu Wasser, zu Lande und in luftigen Höhen.

Start ist am Parkplatz „An der Elbe“ in Bad Schandau. Wir gehen durch die Rosengasse, vorbei an der Elbflorenz und in die kleine geschäftige Meile der Zaukenstraße. In Bad Schandau kann man einige sehr schmucke Gründerzeithäuser entdecken. Schon sind wir bergan unterwegs zur Schlossbastei an der Zauken-Promenade.

Auf dem Schlossberg in Bad Schandau gab es einst die Burg Schomberg, entstanden im 13. Jahrhundert, erhalten lediglich rudimentär. Was sich im Gelände an Steinen aufstapelt, ist eine 1883 künstlich geschaffene Schlossruine, in die aber alte Burgbrocken einflossen. Wir wandern in Hanglage runter ins Kirnitzschtal mit dem Kurpark.

Das Kirnitzschtal wurde durch die Kirnitzsch gegraben, ein rund 45km langer Elbezufluss, der im Böhmischen Niederwald entspringt. Wir wiederstehen der Verlockung, mit der Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall zu zockeln, das wäre ein eigenes Event und wir sind auf Kurparkerlebnis eingestimmt. Im Kurpark Bad Schandau ist ein Parktheater und das Museum von Bad Schandau in der Badallee mit einem heimatkundlichen Teil und einer Erich-Wustmann-Ausstellung. Der Bad Schandauer Erich Wustmann (1907-1994) war Völkerkundler und Reiseschriftsteller.

Wir kommen am Luther-Gedenkstein auf den Lutherweg und machen einen Schwenk zur Aussicht Karls Ruh. Die Wanderung führt uns in Hanglage über der Elbe in südöstliche Richtung zum historischen Fahrstuhl (Eintritt), der 1904 in Stahlfachwerk gebaut wurde mit einem Jugendstil-Türmchen.

Der Personenaufzug Bad Schandau überwindet eine Höhendifferenz von knapp 48m. Oben ist eine Plattform mit feudalem Blick über die Elbe, ins Elbsandsteingebirge und man kann den Lilienstein sehen. Der Bad Schandauer Hotelier Rudolf Sendig (1848-1928), dem im Stadtkern auch ein Brunnen gewidmet wurde, regte den Fahrstuhlbau seinerzeit an und bezahlte ihn auch. Oben sind wir auf der Ostrauer Scheibe und nahe eines kleinen Luchsgeheges mit zwei Tieren in zwei Gehegen. Von der Sendigpromenade aus ergeben sich weitere schöne Elbtalansichten.

Nach etwa 3,4km geht es ein steileres Stück hinauf, durch den Wolfsgraben zur Quelle Wolfgraben und wieder hinunter über den Emmabankweg zur Aussicht Emmabank mit Rastmöglichkeit. Wir umrunden ein kultiviertes Flurstück, dann Ostrau über den Ostrauer Ring und den Schanzenweg. Auf der Bergsteigerpromenade kommen wir zu einem weiteren Ausguck. Dann finden wir uns im Kirnitzschtal wieder und kommen zwischen Kirnitzsch und Kirnitzschtalklinik vorbei in Richtung Botanischer Garten.

Von dort geht’s hinauf zum Schillerblick beim Schillerdenkmal, über die Kiefricht Promenade durch Kleingärten, zurück auf die Zauken Promenade, diesmal den Ausblick vom Zaukenhorn genießend und ins Kurstädtchen zurück.

Bildnachweis: Von Dirk Schmidt [GFDL] via Wikimedia Commons

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