Auszeitweg (3Klang Kirchen-Wege-Inspirationen)


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑483m  ↓483m
Auszeitweg Wegzeichen (Kallenhardter 3Klang)

Unter der Überschrift „3Klang: Kirchen-Wege-Inspirationen“ wurde in Rüthen (im Schnittfeld von Sauerland und Hellwegbörden) ein ökumenisches Pilgerprojekt realisiert. Daraus sind drei Pilgerwege entstanden, einer davon ist der Auszeitweg bei Kallenhardt. Auf dem Weg sind 17 Stationen mit inspirierenden Anregungen eingerichtet worden.

Ausgangspunkt für den Auszeitweg ist die katholische Pfarrkirche St. Clemens in Kallenhardt. Der schlichte, verputzte Saalbau wurde 1722 errichtet, der Westturm stammt noch aus dem 13. Jahrhunderts und ist mit einem Knickhelm bekrönt.

Wir gehen von der Kirchentreppe rechts abwärts zum Romantik Landhotel Knipschild und zur Sauerländer Edelbrennerei. Beides sind durchaus attraktive Ziele für eine gastronomische Auszeit. Auf der Straße In der Günne spazieren wir auf dem Auszeitweg in südlicher Richtung aus Kallenhardt hinaus.

Es geht vorbei am SGV-Wäldchen zum Warsteiner Bikepark am Rabennest und zur Kallenhardter Heide. Hinter der Landstraße L 776 halten wir uns links und gehen vorbei am Campingplatz zum Wanderparkplatz Schlagwasser. Hier überqueren wir erneut die Landstraße und folgen der Provinzial hinauf zur Siechenkapelle.

Die Siechenkapelle wurde erstmals 1563 als „Seelenhaus Hüsken“ erwähnt. An Pest und Cholera erkrankte Menschen wurden damals der Stadt verwiesen und erhielten an einsamen Stellen eine leichte Hütte als Behausung. Die Kirche durfte aufgrund von Ansteckungsgefahren nicht mehr betreten werden – stattdessen erbaute man die Kapelle. Sie ist eine der historischen Stationen der Kallenhardter Pfingstprozession.

Wir gehen jetzt von der Siechenkapelle auf dem Kreuzweg hinauf auf den Kalvarienberg (428m). Weiter geht es durch den schönen Wald bis hinauf zum Diözesanzentrum Rüthen am Eulenspiegel (386m).

Entlang des Waldrands wandern wir auf dem Auszeitweg zum Biesenberg (416m) und treffen wenig später auf Schloss Körtlinghausen. Schloss Körtlinghausen wurde 1714 von Oberjägermeister Freiherr Franz Otto von und zu Weichs erbaut. Seit 1830 sind die Freiherren von Fürstenberg Besitzer von Schloss Körtlinghausen. Zur Schlossanlage gehören das rechteckige Herrenhaus mit zwei Seitenflügeln an der Längsseite sowie der Schlosshof mit Kavaliersgebäuden.

Vom Schloss Körtlinghausen geht es nun wieder nach Kallenhardt zurück. Bei den ersten Häusern trifft der Auszeitweg auf den Segensweg und beide gemeinsam führen zur evangelischen Erlöserkirche und weiter zurück zur St. Clemens Kirche.

Bildnachweis: Von Stefan Didam [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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