Auerbacher Schlossweg (Bergstraße)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 8 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 8 Min.
Höhenmeter ca. ↑309m  ↓309m
Auerbacher Schlossweg Rundwanderweg A1

Auerbach ist der größte Stadtteil von Bensheim an der Bergstraße. Hier startet die Rundwanderung, die uns in einer schönen Runde mit knackigen Steigungen u.a. zum Schloss Auerbach bringt. Los geht’s in der Weidgasse. Von hier geht man auf direktem Wege hinaus aus dem bebauten Gebiet und steigt auf einer Serpentinenstrecke hinauf zum Schloss Auerbach.

Schloss Auerbach ist nicht nur eine der größten Burganlagen im Odenwald, sondern wurde bei einem Umfrage des Hessischen Rundfunks 2007 auch zum beliebtesten Bauwerk Hessens gewählt. Die Hochburg wurde im 13. Jahrhundert von den Grafen aus Katzenelnbogen errichtet. Seit dem 17. Jahrhundert ist Schloss Auerbach eine Ruine. 2007 wurde die Treppenanlage im Südturm erneuert und dieser wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vom Auerbacher Schloss lässt es sich weit über die Rheinebene, die Bergstraße und auf den benachbarten Melibokus (517m) blicken.

Durch eine schöne Waldstrecke wandert man auf dem Auerbacher Schlossweg zum Goethebrunnen im Hochstädter Tal. Der kreisförmige Gesundbrunnen wurde 1784 erbaut und in einer Tiefe von etwa zwei Metern ausgehoben. Eine Treppe führt zu dem Brunnen hinab. In der Mitte des Brunnens steht ein runder Tisch aus Sandstein. Direkt gegenüber der Treppe sind zwei Brunnenstuben. Da Goethe in einem seiner Werke einen ganz ähnlichen Brunnen beschrieb, nennt man den Auerbacher Gesundbrunnen Goethebrunnen.

Der Auerbacher Schlossweg leitet weiter zum Staatspark Fürstenlager, der im 18. Jahrhundert als Sommerresidenz der Landgrafschaft Hessen eingerichtet wurde. In den etwa 42ha großen Park sind viele Hofgebäude in der Art eines Dorfes angeordnet.

Auf dem Weg durch den Staatspark Fürstenlager passiert man die Eremitage. Die Eremitage ist ein mit Baumrinde verkleidetes Holzgebäude, das dem Adel als Rastplatz bei Spaziergängen durch den Park diente. Später kommt man zur Hermann-Schäfer-Eiche, von wo man einen schönen Blick aufs Auerbacher Schloss genießt.

Dann geht es im Staatspark Fürstenlager vorbei an Prinzenbau und Damenbau (im Prinzenbau unterhält übrigens der Odenwaldklub seine Geschäftsstelle). Linkerhand flankieren Kavaliersbau und Stallbau, rechterhand die Orangerie den Weg zum kleinen Ententeich und dem größeren Schwanenweiher. Das ehemalige Herrenhaus beherbergt heute ein Hotel mit Restaurant und Café.

Vom Staatspark Fürstenlager wandert man wieder zurück nach Auerbach und hat dabei die Bergkirche im Blick. Die Bergkirche in Auerbach entstand um 1260, der dominante Westturm wurde 1479 erbaut.


Bildnachweis (attribution, via Wikimedia Commons): 1,2,4,5,8 by Armin Kübelbeck; 3 by Cinzia; 6 by Tomgoebel; 7 by Luidger [CC-BY-SA-3.0]

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