Odenwald-Bergsträßer-Runde (Schloss Auerbach und Fürstenlager)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑449m  ↓449m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Reichenbach ist der Gemeindesitz von Lautertal im Odenwald. Westlich von Reichenbach tauchen wir in die Runde (Markierung L2) über Berg und Tal, durch luftigen Mischwald mit schönen Aussichten um Hochstädten ein. Sehenswürdigkeiten der Runde sind das Schloss Auerbach mit Fernblick bis über die Rheinebene, wir kommen nach Auerbach hinab und besuchen den Staatspark Fürstenlager, eine ehemalige Kuranlage.

Diese Wanderung beginnt am Waldgasthaus Am Borstein in Lautertal. Wir wandern in den Wald und treffen auf die Markierung L2 und halten uns rechts, gen Norden, mit Mischwald aufwärts. Nach rund 1,3km sind wir bei 439m am höchsten Punkt der Runde. Die bringt uns in Richtung Balkhausen. Das streifen wir lediglich und kommen an der Rast Bei uns d’hoam vorbei, von Feldflur umgeben.

Wir wandern abwärts und queren die Mühltalstraße (L3130), dann geht’s wieder aufwärts und nach rund 4km empfängt uns erneut Wald. Recht entspannt schlängelt sich der Weg gen Süden. An einer Straße stoßen wir auf den Parkplatz Not-Gottes-Kapelle. Die ist ein Stückchen entfernt im Wald versteckt, wurde anstelle einer einstigen Wallfahrtskirche in den 1960ern neu gebaut. Vor der Kapelle wurde ein Urnenfriedhof geweiht.

Unser nächstes Ziel erreichen wir über eine weitere kleine Straßenkreuzung: den 346m hohen Auerberg mit dem Schloss Auerbach. Die imposante und mächtige Burganlage stammt aus dem 13. Jahrhundert. Von ihrem Nordturm aus genießt sich ein fantastischer Panoramablick mit Bensheim, Auerbach und Zwingenberg in Oberrheinischer Tiefebene und nördlich dem Berg Melibokus. Letztlich wurde auch der Südturm hergerichtet. Auf der öffentlich zugänglichen Burgruine ist ein Biergarten.

In Serpentinen gelangen wir durch den Wald nach Auerbach. Dort wandern wir zum Alten Rathaus, der Alten Dorfmühle (Restaurant) an der Bachgasse, nahebei ist die evangelische Bergkirche mit Wurzeln im 13. Jahrhundert. In der Spätgotik erhielt sie ihren Westturm.

Mit der Bachgasse kommen wir in den Staatspark Fürstenlager mit Schwanenweiher und Ententeich. Die Anlage wird auch Fürstenlager Auerbach genannt. Sie entstand um 1790 als Sommerresidenz der Landgrafen und Großherzöge von Hessen-Darmstadt. Neben dem englischen Landschaftsgartenstil und über 50 exotischen Bäumen, Brücken und Brunnen gibt es hier auch einige herrschaftliche Gebäude und Denkmäler zu sehen. Der ca. 46ha Park wurde um einen Mineralbrunnen angelegt und das gesamte Ensemble ist noch weitgehend original erhalten.

Etwa 11,5km Wanderung liegen hinter uns, wenn wir das Fürstenlager verlassen. Mit Waldrand und Wald kommen wir an der Zeppelin-Hütte vorbei. Auf einer offenen Fläche begegnen wir dem kreisrunden Jerusalem-Friedensmal mit Bänken zum Verweilen und Blick über die Wiesen. Kurz drauf sind wir am Selterswasserhäuschen und kommen über das Naturdenkmal Teufelsstein mit Gedenken zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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