Atsch (Stolberg)

Der Stolberger Stadtteil Atsch liegt nordwestlich der Innenstadt und wird nach Westen und Süden von Waldgebieten eingerahmt. Nördlich liegt der Hauptbahnhof Stolberg als restaurierter zweiflügeliger Bau aus dem Jahre 1888.

Atsch ist vom Bergbau geprägt und östlich, nahe des Bertholt-Wolff-Parks an der Inde, war ein Steinkohlevorkommen. 1845 wurde im diesem Bereich des Atscher Dreiecks die Grube Atsch betrieben. Das ging aber nur bis 1870, als eine maximale Teufe von 220m erreicht worden war und es nicht mehr lohnte, die wenigen Kohlevorräte ans Tageslicht zu zerren. Von der Grube ist ein Gebäude erhalten geblieben, das heute bewohnt wird.

Der Bertholt-Wolff-Park mit dem Teich wurde nach einem jüdischen Geschäftsmann benannt. Im Park gedenken der frühen Industrie als Baudenkmäler zwei Glühöfen der einstigen Atscher Kupfermühle. Wo nun der Park ist, war ihr Fabrikgelände. Um 1500 hat an dieser Stelle bereits das Atscher Pumpenhaus gestanden. Die Atscher Pumpe, die man jetzt sieht, steht in Nachbarschaft zur älteren und stammt aus dem Jahr 1783.

Im Westen von Atsch fließt der Saubach, der im zu Eschweiler gehörenden Propsteier Wald entspringt und dann in den Steinbachshochwald weiter fließt, bis er bei Atsch nach 7km in die Inde mündet. Das Tal ist als Naturschutzgebiet Saubachtal-Lehmsiefen ausgewiesen. Im mittlerweile weitgehend gerodeten Steinbachshochwald steht der 1830 erbaute Gutshof Steinbachshochwald.