Pumpe-Stich (Eschweiler)

Der Doppelort liegt südwestlich des Stadtkerns von Eschweiler und ist mit 5.000 Einwohnern einer der größeren Stadtteile. Den Namen Pumpe erhielt der Ort durch eine eben solche. Der älteste Industriestandort Eschweilers zeigt an der Ortseinfahrt noch ein Pumpenhaus. Am Übergang vom Pingen- zum Stollenbau Ende des 16. Jahrhunderts wurde mit Wasserrädern Pumpen betrieben, die die Wasserhaltung in den Schächten regulierten.

Der vom Bergbau geprägte Ort hat immer noch was von seinem alten Flair. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Pfarrkirche der heiligen Barbara geweiht ist, der Schutzpatronin der Bergleute. Die katholische Pfarrkirche St. Barbara wurde 1902 fertiggestellt und musste nach einigen Kriegsschäden saniert werden. In Pumpe sieht man etliche Wohn- und Geschäftshäuser aus Bruchstein oder Ziegel, die ebenfalls an Bergarbeitersiedlungen erinnern.

Südwestlich von Pumpe-Stich liegt der Eschweiler Stadtwald mit seinen rund 350ha Fläche. Der Eschweiler Stadtwald bietet Wanderwege, kleine Weiher, einen Waldlehrpfad und ein Wildgehege am Forsthaus Bohler Heide, das ein Ausflugslokal ist. Zwei künstliche Halden bilden Anhöhen im Stadtwald, der Schwarze Berg und der Kitzberg. Ein guter Teil des Walds ist als Naturschutzgebiet Bergbauwüstung Eschweiler Wald ausgewiesen.

Am Rand des Stadtwalds Richtung Hastenrath liegt das Gebiet Killewittchen mit einer Waldschänke und Höhlen. Die könnten aus der Altsteinzeit stammen und vielleicht bewohnt gewesen sein, etwa 8000 v. Chr. Aber das weiß man nicht und wenn man was nicht weiß, bietet es sich an, eine Geschichte zu ersinnen. So gibt es die Sage der Bergbauzwerge, den Killewittchen. Die kleinen Kobolde schafften nachts unter Tage und halfen beim Bergbau. Von daher waren sie recht beliebt. Bevor sie ihre Zelte abgebrochen haben in den Kuhlen oder Kaulen, haben sie Kalkspat, kleine mineralogische schöne Gebilde, mitgenommen - als Zwergenschatz.

Westlich von Pumpe-Stich, jenseits des Indetals, gibt es noch mehr Wald und zwar in Form des Propsteier Walds. Der Propsteier Wald wurde im 10. Jahrhundert von Kaiser Otto I. der Kölner Domkirche geschenkt und vom Dompropst verwaltet. Schon zuvor hatten die Römer sich hier aufgehalten, wie die 1880-81 entdeckten Reste einer Villa rustica – der Propsteier Villa – belegen. Später wurden große Teile abgeholzt. Der Reste des Walds, inkl. einiger Mammutbäume, soll als Naherholungsgebiet erhalten bleiben.

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