Angerpark

Der Angerpark liegt rund um die Heinrich-Hildebrand-Höhe (67m) im Duisburger Stadtteil Angerhausen. Die Höhe ist eine Halde der Wanheimer Metallhütte, die 2005 Pleite ging. Es endeten hundert Jahre Hüttengeschichte zwischen Angerbach und Rhein. Die Zinkhütte wurde liquidiert und umfangreiche Maßnahmen mussten ergriffen werden, um die einstigen Schwefelanlagen und was sonst an ungesundem Rest übrigblieb so zurückzubauen, zu entsorgen und das Areal zu gestalten, das es nutzbar wurde.

Entstanden ist daraus das 14ha große Landschaftsbauwerk Angerpark. Über 50 Mio. Euro wurde verbuddelt, um die Fläche als Fortsetzung des Landschaftsschutz- und Erholungsgebiets Biegerhof-West mit dem Angerbach und dem Rhein zu erschließen und für die Menschen wieder attraktiv zu machen. 2008 konnte der Angerpark der Allgemeinheit übergeben werden.

Der Tiger and Turtle – Magic Mountain ist einer Achterbahn nachempfunden und bis auf den Looping auch begehbar. Die magische Landmarke der Künstler Heike Mutter und Ulrich Genth entstand 2011. Nachts leuchten 880 LED-Lampen in den Handläufen. Die Gesamtstrecke auf der Achterbahn misst 220m und teilt sich in zwei Strecken, die man jeweils wieder zurückgehen muss. Auf der 35m über Straßenniveau liegenden Halde kann man dann aus einer Gesamthöhe von 48m in die Umgebung schauen.

Für den Angerpark wurden 60.000 Büsche und Bäume angepflanzt. Fast 5km Wanderweg wurden angelegt und entlang des Angerbachs führt ein 1,6km langer Fuß- und Radweg. Er bringt einen von der Mündelheimer Straße über das Angerparkgelände bis zum Aussichtssteg Rheinportal Angerort, gegenüber dem Haus Angerort. Der Weg hat Anknüpfung an die historischen Wanderwege im Angerland.

Haus Angerort war einst eine mittelalterliche Wasserburg, von der sich ein späteres Herrenhaus erhalten hat. Hier mündet der Angerbach nach einem 36km langen Lauf in den Rhein. Einer Sage nach soll Karl der Große im 8. Jahrhundert bestimmt haben, hier einen Turm zu errichten. Eine weitere Vermutung verweist ins 11. Jahrhundert. Das Haus Angerort liegt in Hüttenheim, dessen Erscheinungsbild maßgeblich durch die Hüttenwerke Krupp Mannesmann bestimmt wird und auf dem Firmengelände befindet es sich auch. Aber eben gar nicht so, wie man sich das vorstellt, sondern eher unscheinbar. Man sieht einen zweigeschossigen, verputzten Bau unter einem Walmdach.