Am Stillen Bach zum Rößler Weiher (zwischen Weingarten und Schlier)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑271m  ↓271m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nachbar von Ravensburg ist die Stadt Weingarten (Württemberg) und östlich davon liegt der Rößler Weiher (auch Rösslerweiher geschrieben) in der Gemeinde Schlier. Der entstand vor rund 10.000 Jahren als Natursee. Nach einem Dammbruch wurde er von Menschenhand gesichert und bereits 1150 als Stausee in einer Urkunde der Staufer genannt. Der „Stille Bach“ wird uns auf der schönen Runde seine Geschichte erzählen.

Unterhaltsam geht’s schon los am Parkplatz Nessenreben beim Mahlweiher und Freibad Weingarten, östlich dem Ortskern von Weingarten. Hier ist schon der Stille Bach, dem wir folgen wollen und an dem einige Freizeitmöglichkeiten zu Ausflügen einladen. 

Mönche des Klosters Weingarten waren im 12. Jahrhundert schon fleißig und haben ca. 10km vom Stillen Bach künstlich angelegt. Über durchdachte Bauwerke wurde das Wasser über den Rößler Weiher zu Mühlen und Sägen Weingartens geführt. Das ganze System schloss über 10 Kanäle und 20 Weiher ein. Der wasserbauhistorische Wanderpfad entlang dem Stillen Bach berichtet davon.

Nach ca. 2km Abtauchen durch Wald mit Wasser und Geschichte, sind wir am Rößler Weiher, der rund 20ha ausmacht und zu den ältesten Stauseen Mitteleuropas zählt. Noch heute wird dort Fischzucht betrieben. 

Wir wandern durch die Niederung mit dem Kehrenberger Mühlkanal, biegen zur Liegewiese am Südufer des Rößler Weihers, wandern zum Schattbuchof, gehen durch abwechslungsreiche Landschaft und durch Zundelbach. Oberhalb der kleinen Ansiedlung ist der Wanderpunkt der Zundelbacher Linde mit schöner Aussicht und schöner Linde.

Mit Waldrand und Wiese kommen wir an der Burg Wildeneck vorbei, von der man nicht allzu viel sieht, aber sich Legenden erhalten haben. Eine besagt, dass es durch das Lauratal einen Geheimgang von dieser Burg zur Haslachburg gäbe. Da wandern wir jetzt hin, eine Straße und Bäche querend. Dabei treffen wir auf den Wanderweg zum Barbarossastein.

Der Barbarossastein steht nämlich heute an der Stelle der einstigen Haslachburg, von der oberirdisch auch fast nichts zu sehen ist. Fast 2/3 der Runde sind geschafft, wir machen ein Päuschen. Genau weiß man nicht, ob die Welfin Juditha hier oder „zu Waiblingen“, den kleinen Kaiser Friedrich geboren hat und ob Kaiser Barbarossa 1187 die Haslachburg bewohnt habe. Wahr oder unwahr? Wir werden es nicht gewahr. 

Wir drehen eine Waldschleife, treffen auf die Scherzach und die eben gequerte Straße, die wir erneut passieren und durch den Wald zum Freibad Weingarten zurückkommen.

Bildnachweis: Von Roland Nonnenmacher, D-88287 Grünkraut [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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