Altenvers


Im unteren Krebsbachtal kurz vor der Einmündung des Krebsbachs in die Vers liegt Altenvers. Der kleine Ort wurde 1130 als Ferse erstmalig erwähnt, jedoch fand man auf dem Gebiet des Ortes auch die Reste einer germanischen Siedlung, die schon zu römischer Kaiserzeit hier stand.

Größte Sehenswürdigkeit in Altenvers ist die Hufeisenkirche. Die Altenverser Hufeisenkirche hat ihren Namen von einer halbrunden Altarnische, auch hufeisenförmige Apsis genannt. Sie ist deutschlandweit die einzige erhaltene Kirche mit solch einer Apsis. Die unmittelbar am Elisabethpfad gelegene Kirche ist ein steinernes Gebäude, dessen Grundriss vermutlich noch aus dem 8. oder 9. Jahrhundert stammt.

Auch die Bauzeit des Kirchenschiffs ist nicht eindeutig geklärt. Nach Untersuchungen am Dachstuhl vermutet man als Baujahr 1456. 1729 wurde die Innenausstattung der Hufeisenkirche durch eine hölzerne Kanzel und Emporenkonstruktion barock umgestaltet. 1968 wurde für das Kirchenschiff eine Abrissgenehmigung erteilt. Durch das Engagement der Bürger konnte dies aber verhindert werden. Heute gehört die Hufeisenkirche einem örtlichen Geschichtsverein, der sich um den Erhalt kümmert und seit 1981 die Kirche auch für Vorträge, Ausstellungen und Hochzeiten zur Verfügung stellt.

Über eine kleine Straße Richtung Süden erreicht man von Altenvers aus das Dorf Weipoltshausen. Die Dorfkirche Weipoltshausen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die 1470 gegossene Glocke trägt das Pilgerabzeichen der heiligen Elisabeth, die hier bei ihren Reisen zu ihrer Tochter im Kloster Altenberg entlang wanderte. Heute führt der Elisabethpfad durch Weipoltshausen.

Als Treffpunkt dörflicher Kultur wurde 1993 die Heimatstube Weipoltshausen eingerichtet. Hier wird gezielt Literatur zur Dorf-, Regional- und Landesgeschichte gesammelt und Bücher, Broschüren, Zeitungsartikel und Bilder archiviert. Auch an das Wirken und Schaffen der heiligen Elisabeth von Thüringen wird erinnert, ein Angebot, das zahlreiche Pilgerreisende auf dem Elisabethpfad schon wahrgenommen haben.

Fährt man von Altenvers aus östlich, kommt man nach Reimershausen an den Ostrand des Lahn-Dill-Berglands. Hier mündet die Vers in die Salzböde. Von Reimershausen aus kann man die Landschaft rund um Krebsbachtal und Verstal auf der Hessen-Extratour Schauinsland erkunden.

Von Reimerhausen führt der Schauninsland-Rundweg zum Wanderheim nach Weipoltshausen und von dort weiter an den Rand von Altenvers und wieder zurück nach Reimershausen. Der Name der Wandertour ist dabei Programm: Sie führt den Wanderer zu zahlreichen Aussichtspunkten mit gutem Blick auf den Marburger Rücken, das Gladenbacher Bergland und das Gleiberger Land.


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