Achatzmühlenweg ab Basilika Marienweiher (Frankenwaldsteigla)


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 42 Min.
Höhenmeter ca. ↑212m  ↓212m
Frankenwaldsteigla Achatzmühlenweg Wegzeichen Markierung

Nicht nur gläubige Menschen finden auf einer Wanderung auf dem Achatzmühlenweg Ruhe und Besinnung. Die Tour steckt voller Geheimnisse der Vergangenheit und bietet ideale Gelegenheit, um die Seele baumeln zu lassen.

Der Achatzmühlenweg gestaltet sich besonders abwechslungsreich und lässt so einiges entdecken. Überall begegnen uns auf unserer Wanderung Spuren des Glaubens. Kein Wunder: Im Zentrum des Frankenwaldsteiglas steht die Basilika Marienweiher, die als eine der ältesten Marienwallfahrtskirchen Deutschlands gilt und auf das 12. Jahrhundert zurückgeht.

Achatzmühlenweg Wegbeschreibung für Wanderer

Die Wanderung beginnt auf dem Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche in Marienweiher. Eine kleine Gasse führt uns gleich hinauf zur Basilika Marienweiher, deren heutiger Bau aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt. Innerhalb des Erzbistums ist Marienweiher der größte Marienwallfahrtsort und neben dem Bamberger Dom, der Basilika Vierzehnheiligen und der Basilika Gößweinstein eine der vier Basilicae minores.

Nach unserem Besuch der Basilika folgen wir dem Weg abwärts zum Zechenteich, an dessen Ufer wir ein Stück entlangwandern, ehe wir den Talrand des Großen Koserbaches erreichen. Wir überqueren den Großen Koserbach und wandern stetig bergauf.

Bei Steinbach treffen wir auf ein eindrucksvolles, vier Meter hohes Holzkreuz, das vermutlich aus der Zeit um 1800 stammt. Wir wandern weiter auf einem schönen Feldweg, der uns herrliche Aussichten auf das Tal des Großen Koserbaches und die Basilika Marienweiher gewährt. So erreichen wir das Kemnather Kreuz, welches die fünf Wunden Christi darstellt. Ein weiteres Kreuz begegnet uns auf dem Waldweg, der uns weiter hinab in das Tal führt. Es ist gusseisern und ruht auf einer Granitsäule. Leider ist das 1945 errichtete Kreuz beschäftigt.

Geheimnisvoll wird es, wenn wir kurz darauf den Mordgraben erreichen. Hier soll einer Legende zufolge ein junger Baron samt seinem Jäger von dem Sohn eines Waldarbeiters ermordet worden sein. Nur einen Tag später fand man den Mörder erhängt an einem Baum.

Unser Weg führt uns weiter vorbei an der Einzel von Cottenau, durch die Einzel Einöde und zum malerischen Weiler Alte Schmelz, einer ehemaligen Kupferschmelze. Über einen Feldweg, durch den Wald und über eine kleine Anhöhe erreichen wir das Schallerbachtal. Dieses durchwandern wir uns gelangen zu der kleinen Kapelle, die im Jahre 1922 von der Familie Schübel erbaut wurde. Hier stand einst die Achatzmühle. Erbaut im Jahre 1602/03 ist von ihr heute leider nichts mehr zu sehen. Entlang des Schallerbaches wandern wir durch eine herrliche Wiesen- und Feldlandschaft leicht bergauf bis nach Hermes. Nun ist es nicht mehr weit, bis wir zu unserem Ausgangspunkt Marienweiher zurückkehren.

Bildnachweis: Von Reinhold Möller [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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