Abtei Neresheim und Egautal: Rundwanderung auf dem Härtsfeld


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑499m  ↓499m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Wanderrunde spannt sich zwischen zwei anerkannte Erholungsorte, der Stadt Neresheim und Iggenhausen in der Gemeinde Dischingen. Dazwischen liegt das Landschaftsschutzgebiet Egautal. Die Egau hat ihre Quelle in einem ummauerten Quelltopf nahe der Friedhofkirche in Neresheim, misst 44km und mündet bei Höchstädt in die Donau.

Neresheim liegt im Herzen des Härtsfelds, einer Hochfläche im Osten der Schwäbischen Alb, diese Fläche ist eher karg und gering besiedelt. Eine Sehenswürdigkeit ist die Benediktinerabtei Neresheim, zu der wir kurz vor Rundenschluss gelangen werden.

Das Härtsfeldbahn-Museum am ehemaligen Bahnhof Neresheim und mit Parkplatz ist unser Start. Das Museum widmet sich dem im Volksmund genannten Schättere und war eine Schmalspurbahn. Wir wandern zur Egau und mit ihrem Lauf, durch das Naturschutzgebiet Zwing mit großflächig zusammenhängenden Wacholderheiden und Kalkmagerwiesen sowie Kalkbuchenwäldern und Steppenheiden.

Im Wald ist die Paulinenhöhle und wir kommen auf den Weg Härtsfeldwerke ins Naturschutzgebiet Steinbruchterrassen im Egautal. Auch hier findet sich Kalkmagerrasen im Gelände eines offen gelassenen Steinbruchs. Östlich von uns, auf der anderen Seite der Egau, die in diesem Abschnitt auch mit kleinen Teichen gesäumt ist, ist er Steinbruch Hutter, in dem Kalkstein (Jura gelb) abgebaut wird.

Wir wandern einen bewaldeten Bogen, mit Auf und wieder Ab. Beim Ab sind wir wieder an der Egau bei Sägmühle und wandern nach Iggenhausen, wo wir die einstige Linie der Härtsfeldbahn queren. Die Wanderung führt uns um den Steinbruch und durch den Klosterwald der Abtei Neresheim. Ziel ist das Benediktinerkloster der Beuroner Kongregation auf dem Ulrichsberg. Wir lernen den Paradiesweg kennen.

Eine Augenweide ist die Abteikirche Neresheim, die als ein bedeutsames Kirchengebäude des Spätbarocks gewürdigt wird. Sie ist ein späteres Werk von Balthasar Neumann (1687-1753), einer der bekannteste Baumeister seiner Zeit. Die Geschichte des Klosters geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Der heutige Bau entstand zwischen 1742 und 1792. 83 x 35m misst das Kirchengebäude und das trägt eine 32m hohe Hauptkuppel. Derzeit leben noch sieben Mönche hier, die Tagungs- und Gästehaus sowie Exerzitien anbieten. Ein Klostermuseum, ein Klosterbuchladen, ein Klostergarten und eine Gastronomie fehlen auch nicht. Vom Ausgangsort trennt uns lediglich 1km.

Bildnachweis: Von Holger Uwe Schmitt [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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