Aachen-Brand

Der Aachener Stadtteil Brand liegt eingefasst vom Indetal im Osten und der Autobahn A 44 im Westen. Die Lärmschutzwand entlang der Autobahn, der sogenannte Brander Wall, ist zugleich höchster Punkt der Gemarkung.

Sehenswert ist das Naturschutzgebiet Indetal zwischen dem Klauser Wäldchen bis hinauf zur Elgermühle bei Büsbach. Der weitgehend unverbaute Bachlauf der Inde mit den begleitenden Gehölzen und kleinen Wäldchen, aber auch die vielen Feucht- und Nasswiesen sind einzigartig. In den Hanglagen des Indetals mit seinen Obstwiesen und Heckenzügen brütet noch der Steinkauz. Auch Eisvögel und Wasseramseln sind hier heimisch.

Oberhalb des Indetals liegt der Brander Wald, der als Standortübungsplatz von der Bundeswehr genutzt wird. 165ha sind als Naturschutzgebiet Brander Wald ausgewiesen. Hier gibt es Kiefernmischwälder, Schwermetallrasen, Waldmeister-Buchenwald, kleine Quellbäche und viele Tiere haben es sich hier heimisch gemacht, u.a. auch die Schlingnatter, die einen knappen Meter lang werden können, für Menschen aber ungefährlich sind.

In Brand augenfällig ist die katholische Pfarrkirche St. Donatus, gebaut von Vinzenz Statz, einem der Meister der Neuogik im Rheinland. Daher wundert es nicht, dass die Donatuskirche den Beinamen Brander Dom trägt. Entstanden ist die Donatuskirche 1879-83. St. Donatus verfügt über zahlreiche Kirchenschätze, u.a. auch ein Kreuzreliquiar, das ein Stück Holz aus dem Kreuz Christi birgt.

Am westlichen Rand von Brand verlief einst die Vennbahn. Heute ist hier der Vennbahnweg, der am ehemaligen Brander Bahnhof vorbeiführt. Im Südosten von Brand passiert die Trasse das Rollefbachtal und dafür musste 1884 ein Viadukt eröffnet werden. Heute radelt oder wandert man über das Roleffbachtal-Viadukt in herrlicher Kulisse und mit schöner Aussicht.