3-Bäche-Tour bei Goßdorf-Kohlmühle (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑475m  ↓475m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Kohlmühle an der Sebnitz ist ein Ortsteil von Goßdorf (Hohnstein), am östlichen Rand des Nationalparks Sächsische Schweiz. Noch weiter östlich ist Tschechien. Von dort kommt die Sebnitz (30,8km) und vereint sich ein Stück westlich unserer Wanderung mit der Polenz zum Lachsbach.

Es wird eine 3-Bäche-Runde, durch die Auen von Sebnitz und Schwarzbach in die Höhenlagen, per Briefträgersteig nach Goßdorf mit benachbarter Felslandschaft und als 3. Gewässer der Kohlichtgraben. Gegenüber unserem Startpunkt ist die Likolit – dazu später mehr.

Start ist am Kohlichtgraben auf dem Parkplatz nördlich der Bahnlinie und nahe der Sebnitz. Wir begleiten die Sebnitz durch ein Stück Sebnitzstraße, die wir binnen kurzem verlassen, um durch die Aue weiterhin dem Fluss der Quelle entgegen zu wandern. Wunderschön ist es auch, ihrem mäandernden Lauf über Brückchen zu folgen. Die Sebnitz-Quelle ist in Tschechien im Böhmischen Niederland und dort in der Nähe von Brtníky, dass bis 1947 Zeidler hieß. Die Sebnitz entspringt als Vilémovský potok (Wölmsdorfer Bach).

Nach etwa 1,9km treffen wir nahe der Wanderrast bei der ehemaligen Buttermilchmühle auf den Schwarzbach, der hier in die Sebnitz mündet. Der Schwarzbach kommt aus dem nördlichen Krumhermsdorf (auf 350m ü. NN), einem südlichen Stadtteil von Neustadt in Sachsen. Wir gehen ein Stück seiner Quelle entgegen und erreichen Höhenmeter, auch über ein Steilstück entlang eines kleinen Schwarzbachzuflusses, wo wir auf den Schwarzweg gelangen. Wald, Waldrand und Bachaue sehen wir auf der Wanderung und kommen nach etwa 4,3km auf den Briefträgersteig, wo wir rund 300m erreichen und nach etwa 1km um 33m höher sind, jetzt von kultivierter Fläche und Wald umgeben.

Es geht nach Goßdorf, umrahmt von Feldern, Wiesen und Wäldern, nördlich dem Gickelberg (414m) und südlich dem Hankehübel (330m). Westlich, da wollen wir hin, schließt sich der Nationalpark Sächsische Schweiz an, durch dessen Landschaft mit Felsen und Wald wir wandern. Und zwar über den Bachlauf Kohlichtgraben, über die Wege: Nasenhöhle, Waldtorweg, Mühlweg und der bringt uns aus dem Nationalpark an den Kohlichtgraben. Ehe wir es uns versehen, sind wir zurück am Ausgangsort.

Das prägende Ensemble in Kohlmühle ist das Linoleumwerk aus Backstein. Die Linoleumwerke entstanden 1902 als eine Filiale der Sebnitzer Papierfabrik, 2013 wurde eine Insolvenz eingeleitet und Versteigerung anberaumt. Die Likolit Kohlmühle war einst ein wichtiger Arbeitgeber, 2015 Schauplatz chemischer Unfälle und ist beliebt bei Fotografen und Filmern von „Rotten Places“. Die Gebäude auf dem 50.000qm großen Areal wirken hoffnungslos, sind teilweise so, wie sie verlassen wurden, Bürokrempel und Fässer, Durcheinander.

Bildnachweis: Von Jörg Blobelt - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Link

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