Über die Kaiserkrone zum Großen Zschirnstein (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑781m  ↓781m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde darf man ruhig grenzwertig nennen. Denn fast zur Hälfte führt sie an der deutsch-tschechischen Grenze entlang. Start ist im malerischen Schmilka an der Elbe.

Schmilka gehört zur Kurstadt Bad Schandau. Wir starten am Bahnhof Schmilka-Hirschmühle. Der Hauptteil des Ortes, malerisch zu großen Teilen wieder in alter Optik hergestellt, gegenüber. Dorthin könnten wir mit der Fähre. Jetzt geht es aber erstmal hinauf, dem Kaiser sozusagen auf das Dach steigen.

Die Kaiserkrone ist eine zerklüftete Anhöhe von rund 351m und der Rest eines Tafelbergs. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht, auch auf den Zirkelstein, der noch charakteristischer aus der Landschaft ragt. Den Namen Kaiserkrone erhielt der Tafelberg, weil er aus drei einzelnen Felsen besteht, die Kletterer einladen – und Maler. Caspar David Friedrich (1774-1840) nahm einen markanten Felsbrocken von dort als Vorlage für sein berühmtes Gemälde: Der Wanderer über dem Nebelmeer. Friedrich malte gern „Rückenbilder“.

Wir steigen wieder talwärts, kommen durch Schöna mit der Heimatstube in einem hier typischen Umgebindehaus und wandern weiter in Richtung Zirkelstein, dem kleinsten Tafelberg der Sächsischen Schweiz, den wir von unten betrachten.

Durch Wiesen und Felder gehen wir den Marktweg zur kleinen Ansiedlung Reuterhof und biegen dort bei einem Parkplatz auf einen Naturlehrpfad sowie kurz drauf auf den Melzergrundweg. Wanderrichtung ist himmelwärts zum Zschirnstein, wo sich auch eine Höhle befindet. Wir machen eine Runde um die Felsen, treffen erst auf den Kleinen Zschirnsteinturm (473m) und südlich den Großen Zschirnstein (561m). Das ist der Hauptausguck des Tafelbergs der Zschirnsteine aus Sandstein und damit der höchste Berg der Sächsischen Schweiz.

Vom Großen Zschirnstein aus sieht man auf den höchsten Berg des Elbsandsteingebirges, den Hohen Schneeberg (723m) auf des Nachbars Seite. Wir können unter anderem die Schrammsteine erkennen, den Großen Winterberg, das Prebischtor und die Felsen der Böhmischen Schweiz. Auf dem Gipfel ist eine Triangulationssäule installiert, ein Nachbau des Vermessungspunkts von 1865.

Wir haben an der höchsten Stelle rund die halbe Tour geschafft. Nun geht es talwärts, dabei treffen wir auf den Gliedenbachweg, Wiesenweg und Kriegsweg, biegen in den Grundweg und schlängeln uns mit dem Grenzverlauf beispielsweise über den Hertelsgrundbach, den Quergelobtbach, den Schwarzpfützenbach, vorbei an Gedenksteinen und Aussichten, den Schiebbach, zurück zum Ausgangsort und via Aschersteig zum Bahnhof.

Bildnachweis: Von Stefan Kühn [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort