Von Kleingießhübel zum Großen und Kleinen Zschirnstein


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑478m  ↓478m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Kleingießhübel im Elbsandsteingebirge ist ein Waldhufendorf mit rund 170 Einwohnern in der Talmulde des Dorfbachs und es gehört zur Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna. Wie die ländliche Siedlungsform in einem Rodungsgebiet, das Waldhufendorf, malerisch ausschauen kann, sehen wir vom Kleinen Zschirnstein aus, dem Haustafelberg des Dörfchens.

Kleingießhübels Entstehung hängt mit Bergbau und der Verhüttung von Brauneisenerz zusammen. Es lag früher an einer wichtigen Verbindung zwischen Pirna und der Grenzburg Königstein. Etliche Wagen mit Waren klapperten durch das Dorf und deren Räder mussten geschmiert werden, weshalb man in der Umgebung Reste von Pechöfen findet, wo die Wagenschmiere zusammengekocht wurde.

Wir wandern zum Kleinen Zschirnstein (473m), starten von rund 260m und kommen innerhalb von 900m Strecke auf rund 440m. Vom Spiel- und Parkplatz aus biegen wir nach links in die Dorfstraße ein, nehmen den Wiesenweg, wo einst die eben beschriebene Handelsroute verlief. Oben angelangt, gibt es einige schöne Aussichten über die Natur der Sächsischen Schweiz. Malerisch zeigt sich Kleingießhübel umgeben von Wiesen und Feldern sowie Waldrand.

Die Felsen in diesem Tafelberg heißen Schmale Wand, Zschirnsteinwächter und Zschirnsteinwarte. Weiterhin kommen wir vorbei am Winkelblock und dem Panoramaturm. Wir wollen zum Großen Zschirnstein. Dabei entdeckt man die Wildbrethöhle, wo zu Zeiten der adeligen Jagdgesellschaften das erlegte Wild zwischengelagert wurde.

Interessant ist auch die Geschichte zum Rentnerturm. Der erste Gedanke zur Bezeichnung ist gar nicht mal abwegig. Tatsächlich wurde der Rentnerturm erstmalig 1992 von einem Kletter-Senioren erstürmt.

Weiter geht die Wanderung zum felsigen Kleinen Zschirnsteinturm (473m) am Großen Zschirnstein. Der Große Zschirnstein kommt auf 561m und bieten den höchsten Punkt auf dem Tafelberg aus Sandstein. Mit dieser Größe ist er auch der höchste Berg der Sächsischen Schweiz. Von hier aus kann man den höchsten Berg des Elbsandsteingebirges erspähen, den 723m hohen Schneeberg. Man kann die Schrammsteine ausmachen, den Großen Winterberg oder das Prebischtor und den Blick bis in die Böhmische Schweiz schweifen lassen. Eine Triangulationssäule ist auch da, als Nachbau eines Vorgängers aus dem Jahr 1865.

Wir wandern wieder talwärts, treffen auf Boofen, biegen nach rechts in den Gliedenbachweg am Gliedenbach, wechseln auf den Niederen Brettweg, schlagen kleine Haken, passieren den Hertelsgrundbach, nehmen den Schifferweg und hernach den Hirschgrundweg, der in Kleingießhübel auskommt.

Bildnachweis: Von Stefan Kühn [CC0] via Wikimedia Commons

Vgwort