Zum Biberspitz und durchs Harrasser Moor (Prien am Chiemsee)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 17 Min.
Höhenmeter ca. ↑151m  ↓151m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Runde ähnelt der „Prien am Chiemsee Rundwanderung“, unterscheidet sich aber darin, dass wir hier die Natur mehr im Blick haben, als die gepflegten Baudenkmäler der Marktgemeinde Prien. Man kann aber beide Runden gut kombinieren. Vielleicht macht man es vom Wetter abhängig, kann sich entscheiden, ob man den Tag im erfrischenden Nass verbringen will.

Berg- und Seeblicke bieten sich mit der Kampenwand und mit Aussicht auf die Herreninsel, im sogenannten bayerischen Meer. Start ist der Bahnhofplatz in Prien. Wir queren das Gleis zum Chiemseebahnhof, biegen gen Süden in die Jensenstraße, die zur Ernsdorfer Straße wird und passieren Ernsdorf, das locker bebaut ist.

Breitensteinstraße und ein Weg durch die Wiesen bringen uns durch Rechtsabbiegen auf den Bürgermeister-Franz-Rappel-Weg in Richtung Chiemseeufer. Mit Waldrand und durch ein Wäldchen kommen wir am Kletterwald Prien am Chiemsee aus und biegen nach rechts in die Harrasser Straße. Am Schraml sind Gastronomie, ein Spielplatz, ein Strandbad und ein Bootsverleih. Ganz hübsch hier, Yachten, Hotels, Seglerhafen, Segelschule – hier wird man vermutlich schon mit Segeltuchschuhen und Sonnenbrille geboren.

Wir schlendern mit der Brise im Haar die Straße weiter zum sich in den See ragenden Biberspitz mit Biberspitz Stubn und Campingplatz. Die gemütliche Runde führt weiter zum Schöllkopf und jetzt lernen wir das Harrasser Moor ein wenig kennen und folgen dem Chiemsee-Uferweg.

Das Harrasser Moor wird von einigen Bächlein und dem Mühlbach benetzt. Synonym wird auch Harrasser Moos gesagt, denn Moos ist der bayerische Ausdruck für Niedermoor. Das Harrasser Moor wurde Mitte des 20. Jahrhunderts trockengelegt, um Heu oder Mais zu ernten, Teile des Niedermoors sind noch etwas ursprünglicherer Natur und ein Tummelplatz auch für seltenere Tiere und Pflanzen.

Wenn wir auf Bahngleise stoßen, halten wir uns rechts und folgen dem Gleis nach Prien und schlendern zum Priener Marktplatz. Der ist durch das Ensemble der Kirche Mariä Himmelfahrt nebst Taufkapelle St. Johannes geprägt. Das Gotteshaus Mariä Himmelfahrt hat eine lange Geschichte und einen 72m hohen Turm. Bemerkenswert sind im barocken Inneren die Deckenfresken. Auch ein Heimatmuseum ist im Kern des schmucken Städtchens zu finden. Ein Stückchen dahinter fließt die Prien.

Bildnachweis: Von Florian Meyer [CC BY] via Wikimedia Commons

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