Wuppertal-Nächstebreck

Nächstebreck liegt ganz im Nordosten von Wuppertal und stößt an die Gemarkung von Sprockhövel im Norden und Schwelm im Osten. Namensgebend ist der Höhenzug Bracken, der im Norden verläuft und die Wasserscheide zwischen Ruhr und Wupper bildet. Nächstebreck bedeutet soviel wie vor dem Bracken. Hinter der Erhebung liegt die Herzkämper Mulde bei Gennebreck, was soviel heißt wie hinter dem Bracken.

Im Süden von Nächstebreck steht die 1879 fertiggestellte evangelische Kirche Hottenstein. Die Kirche ist eine hölzerne Fachwerkkonstruktion mit einem einfachen Satteldach, einem schlichten Glockenturm und einem rechteckigen Choranbau im Südwesten. Das Gebäude ist außen vollständig verschiefert; die Fenster des Erdgeschosses sind nach der Tradition im Bergischen Land mit grün gestrichenen Fensterläden versehen.

Am nördlichen Rand von Nächstebreck steht weithin als Landmarke sichtbar der Nächstebrecker Wasserturm. Der Nächstebrecker Wasserturm wurde 1974-75 gebaut und ist stolze 53m hoch und bietet ein Fassungsvermögen von 1,5 Mio. Litern Wasser. Seit 2013 ist der Wasserturm stillgelegt und harrt auf eine Entscheidung, ob saniert wird, oder nicht.

Im Südosten fast schon an der Autobahn A 1 liegt das 8ha große Naturschutzgebiet Dolinengelände im Hölken, das bereits 1938 erstmals ausgewiesen wurde. Durch Höhleneinsturz ist hier eine 150m lange, grabenförmige Senke mit teils steilen Felswänden standen. Im Dolinengelände im Hölken findet sich ein strukturreicher Kalkbuchenwald mit hohem Totholzanteil, der für viele Pflanzen einen idealen Lebensraum bieten.

An den Dolinen im Hölken vorbei führte einst die Eisenbahnlinie von Düsseldorf nach Dortmund, die sogenannte Wuppertaler Nordbahn. Nach Stilllegung weiter Teile der Strecke wurde die Nordbahntrasse als kombinierter Wander- und Radweg angelegt. Über 23km geht es fast kreuzungsfrei und ohne Steigungen durchs Wuppertaler Stadtgebiet. Die Nordbahntrasse führt von der Herzkämper Mulde über Nächstebreck quer durchs Zentrum nach Vohwinkel.