Wittgenborn (Wächtersbach)

Etwa vier Kilometer nördlich von Wächtersbach liegt der Stadtteil Wittgenborn. Zwischen Wittgenborn und dem noch weiter nördlich liegenden Waldensberg liegen zahlreiche Angelteiche, die durch ihr klares Wasser Petrijünger begeistern. Der Laichweiher geht in den Großen Weiher über, anliegend ist der Weiherhof und die Weihermühle liegt zwischen den beiden Orten. Der Erlenwiesenweiher liegt direkt am Ortsrand von Wittgenborn und der Dorfweiher – dreimal darf man raten - ist im Dorf.

Hier im Dorf liegt auch das Wittgenborner Töpfermuseum. Hier geht alles Hand in Hand. Die Weiher sind nämlich ehemalige Gruben, in denen der Ton für die Töpferarbeiten gewonnen wurde. Das Töpfermuseum Wittgenborn zeigt viele Exponate aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert, als die Bevölkerung von Wittgenborn maßgeblich vom Töpferhandwerk lebte.

War es eben noch leise im Wald, könnte es östlich von Wittgenborn Radau geben, denn dort ist eine bekannte und beliebte Kartbahn, genannt Vogelsbergring.

Der schon angesprochene Wächtersbacher Stadtteil Waldensberg nördlich von Wittgenborn hat eine interessante Geschichte. Es wurde durch die Waldenser gegründet. 1699 flüchteten Familien mit Sack und Pack aus Frankreich, da sie zur protestantischen Kirche der Waldenser gehörten und für die Katholiken sowas wie Ketzer waren. Die Waldenser waren religiöse Laien. Ihr Name geht auf Petrus Valdez zurück, ein Kaufmann aus Südfrankreich, der die Gemeinschaft Ende des 12. Jahrhunderts gründete. Im Mittelalter gab es dafür keine Toleranz und Fürst Ferdinand Maximilian zu Ysenburg nahm sie im Büdinger Wald auf.