Wincheringen

In direkter Nachbarschaft zu Luxemburg liegt Wincheringen an der Mosel. Das Wahrzeichen der rund 2.000 Seelen-Ortsgemeinde ist Burg Wincheringen, die auch als Warsberghaus bekannt ist. Die Warsberger waren ein prägendes Herrschaftsgeschlecht in der Zeit vom 15. bis 18. Jahrhundert. Die Familie stammte aus Varsberg in Lothringen und durch geschicktes Heiraten hatten sie viel Besitz in Luxemburg und eben auch östlich der Mosel.

Burg Wincheringen ist der Rest einer Wasserburg, die in der Zeit von 1300 bis 1400 entstanden ist. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war sie im Besitz der Freiherren von Warsberg. Der mächtige und stolze Bergfried wurde im 15. Jahrhundert errichtet und im 16. Jahrhundert entstand das dreigeschossige Herrenhaus im Stil der Renaissance, das zeitweilig auch als Schule genutzt wurde. Das Ensemble gehört seit 1975 der Ortsgemeinde Wincheringen und wird als Gemeindebüro und Kulturhaus belebt.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter, die 1884 gebaut wurde, hat keinen eigenen Turm. Die Kirche entstand als dreischiffige neugotische Basilika und die Baustoffe kamen aus der Region. Der Bau entstand nach Plänen des Architekten Reinhold Wirtz, der Baumeister des Bistums Trier war. Auf ihn geht auch der Bau der neugotischen St. Bernhard Kirche im Wincheringer Ortsteil Söst zurück.

Zu Wincheringen zählt auch der Ortsteil Bilzingen. Hier steht die katholische St. Lucia Kirche von 1686. Auch bekannt ist das Helenenkreuz nordöstlich des Ortes. Das Schaftkreuz aus dem Jahr 1746 steht an der Stelle einer Grenzmarkierung zischen Bilzingen, Wincheringen und Körrig. Der Name des Kreuzes geht auf die Kaiserin Helena zurück. Sie soll an der Römerstraße, die hier vorbeiführte, während einer Pilgerfahrt eine Pause eingelegt haben. Der Sage nach soll sie hier die Reliquie des Heiligen Rocks abgestellt haben und an der Stelle wuchs sogleich ein Rosenstrauch.

Regionaler Bezug:

Saarburg Landkreis Trier-Saarburg Rheinland-Pfalz Saarburger Land Mosel-Saar-Ruwer Saar-Hunsrück
Vgwort