Wilhelm-Münker-Weg Etappe 2 Ostwig - Bödefeld


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 22 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 58 Min.
Höhenmeter ca. ↑807m  ↓702m
Der Wilhelm-Münker-Weg führt zur Plästerlegge bei Bestwig

Der zweite Tagesmarsch auf dem Hauptwanderweg 10 des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) beginnt in Ostwig im Elpetal. Von hier folgt die Wanderstrecke der Elpe flussaufwärts in Richtung Süden über den Haardtkopf (439m) und am Abenteuerland Fort Fun vorbei bis zur Plästerlegge, dem höchsten natürlichen Wasserfall in Nordrhein-Westfalen, der von einem kleinen Zulauf der Elpe gebildet wird.

Das Wasser der Plästerlegge fällt gute 15m fast senkrecht über einen Schiefervorsprung in einen schluchtartigen Talkessel. Umgeben ist die Plästerlegge von einem Laubwald, in dem es neben Rotbuchen, Bergahorn und Bergulme auch größere Bestände des Großen Silberblatts gibt, weshalb man hier auch von einem Siberblatt-Schluchtwald spricht. Das Gebiet ist als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Der Wilhelm-Münker-Weg nimmt den Berg Aufm Kipp (658m) und leitet ins Sauerländische Kalifornien – dem Bergbaugebiet rund um Ramsbeck, das im 19. Jahrhundert Anlegern aus ganz Europa als lohnende Anlage galt. Dementsprechend wurde kräftig investiert – u.a. in den Aufbau von Wohnquartieren für die Arbeiter. Eine dieser Bergbausiedlungen ist Heinrichsdorf, das der Wilhelm-Münker-Weg als nächstes erreicht.

Jetzt geht es hinunter ins Tal der Valme, einem 20km langen Zufluss der Ruhr. Die Valme schneidet tief die nördlichen Ausläufer des Rothaargebirges ein und macht hier dem Namen Hochsauerländer Schluchtgebirge alle Ehre. Der Wilhelm-Münker-Weg begleitet die Valme flussaufwärts bis kurz hinter Obervalme und führt dann um den Buchhagen (592m) herum nach Bödefeld, dem Ziel der Etappe.

In Bödefeld befindet sich nicht nur die Biologische Station Hochsauerland mit einem angeschlossenen Erlebnismusem. Auch die 1910-11 erbaute Pfarrkirche St. Cosmas und Damian ist einen Abstecher wert. Der Kirchturm stammt von einem älteren Bau aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. In ihm liegt in einer Nische die sagenumrankte schwarze Hand von Bödefeld. Die mumifizierte Hand, die einem Mädchen gehört haben muss, wurde beim Bau der Kirche 1722 entdeckt. Es gibt mehrere verschiedene Legenden, die sich um den makabren Fund ranken. Die wahrscheinlichste ist noch die vom Gottesurteil. Demnach wäre das Mädchen ermordet worden, und um den Täter zu überführen, hatte man die Hand genutzt. Hätte sich der Mörder nämlich der Hand genähert, so hätte diese wieder angefangen zu bluten und ihn so verraten.

Wilhelm-Münker-Weg Etappen


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