Fort Fun Abenteuerland

Südlich von Bestwig erheben sich mehrere Berge zwischen dem Valme- und dem Elpetal, und der höchste von ihnen ist der Stüppel (732m). Auf seinem Gipfel und an seinen Hängen konzentriert sich ein vielfältiges Freizeitangebot, das sowohl im Winter als auch im Sommer attraktiv ist.

Oben auf dem Gipfel etwa verspricht der 57m hohe Stüppelturm beste Aussichten, ist er doch einer der höchsten Aussichtspunkte im Sauerland. Der Aufstieg ist schweißtreibend, aber lohnend. Je nach Wetterlage kann man von hier oben aus mehrere hundert Kilometer weit über das Sauerland, ins Münsterland und den Teutoburger Wald schauen.

Der Stüppelturm wurde 2001 im Western- und Freizeitpark Fort Fun Abenteuerland aufgestellt. Auf 75ha Fläche locken mehr als vierzig verschiedene Fahrgeschäfte, Indianer- und Westernshows jedes Jahr rund 400.000 Besucher an. Das Fort Fun Abenteuerland ist damit einer der wichtigsten Publikumsmagneten im Sauerland.

Die Ursprünge von Fort Fun liegen in den 1960er Jahren, als der erste Schlepplift für einen Skihang gebaut wurde. 1972 folgten zwei Sommerrodelbahnen, die damals einen neuen Längen-Weltrekord aufstellten. Nach und nach wuchs der Freizeitpark, fast immer mit dem Wildwest-Thema im Fokus. Das Angebot an Achterbahnen und Karussells wird bis heute immer wieder erweitert.

Seit 2005 ist der Wild Eagle eine beliebte Attraktion: 700m lang und mehr als 80km/h schnell rast man damit in der Nachbildung eines Drachens über das Gelände, fast wie im freien Flug. Mit 1,3km Länge verfügt der Park über Europas längste Sommerrodelstrecke, und mit 44m Höhe auch eines der größten Riesenräder Deutschlands steht hier. Allerdings ist es nicht (nur) das Riesenrad selbst, das so außergewöhnlich groß ist, sondern vor allem seine Lage auf 598m ü. NN.

Auch für Wintersportler ist der Stüppel ein interessantes Revier, denn hier befindet sich das Wintersportzentrum Bestwig. Zwei Lifte, ein Sessel- und ein Ankerlift, stehen für Alpinfahrer bereit und bringen sie auf 730 bzw. 682m Höhe. Beim Skiverleih kann man sich ausrüsten, in der Skischule den richtigen Parallelschwung lernen und dank Flutlichtanlage auch nach Einbruch der Dunkelheit die Hänge hinabgleiten. Wer lieber Schlitten fährt, für den steht ein Rodelhang zur Verfügung.

Deutlich beschaulicher geht es in Andreasberg zu, dem Bestwiger Ortsteil am Nordhang des Stüppels. An der Dorfstraße findet sich der Carl-Haber-Stollen. Sein Mundloch ist zwar vergittert, doch man kann rund 10m weit hineinschauen und einen Bergmann bei der Arbeit sehen. Der ist zwar nicht echt, man kann sich aber dennoch gut vorstellen, wie die Arbeit in solchen Stollen ausgesehen haben mag. Zur Erzförderung wurde der 1904 fertiggestellte Stollen allerdings nie verwendet: Er führt 800m weit schnurgerade in den Berg hinein und stellt eine Verbindung zum eigentlichen Bergwerk dar, diente also den Andreasberger Arbeitern als kurze Wegstrecke zur Arbeit. Während des Zweiten Weltkrieges hatte der Stollen dann eine große Bedeutung als Zuflucht vor den alliierten Bomberangriffen. Bis zu 2.000 Menschen aus der Region suchten darin zeitweilig Schutz.

Regionaler Bezug:

Bestwig Hochsauerlandkreis Nordrhein-Westfalen Hochsauerländer Schluchtgebirge Hochsauerland Sauerland