Wildseemoor-Runde bei Kaltenbronn (Gernsbach im Schwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 29 Min.
Höhenmeter ca. ↑508m  ↓508m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zum Natur- und Waldschutzgebiet Kaltenbronn zählt das Wildseemoor (183ha) mit dem Wildsee. Der gilt als der größte Hochmoorkolk (Moorauge) in Deutschland und ist umgeben von dem Plateauhochmoor namens Wildseemoor und das zählt zu den größten im Schwarzwald.

Es wird eine interessante Runde und wir bleiben auf den vorgesehenen Wegen, denn nur so kann die Zukunft der sensiblen Naturlandschaft gesichert werden. Wir starten zwischen den Höhen Hohloh (983m), wo das Hohlohseemoor ebenfalls geschützt ist, und dem Hornberg (914m) an dessen Fuß das Wildseemoor ist. Der Startparkplatz D liegt an der L76b, in Nachbarschaft zum Wildgehege Kaltenbronn, wo wir auch als erstes hingehen.

Hier ist auch das Infozentrum Kaltenbronn. Kaltenbronn ist ein Ortsteil der Gemeinde Gernsbach. Das Infozentrum bietet interessante Einblicke in den Lebensraum Hochmoor, das durch absterbende Pflanzen entsteht. Eine weitere Eigenschaft ist, dass es sich dabei um ein Regenmoor handelt. In der Vergangenheit wurde auch Torf abgebaut, was sich vor Ort aber nicht als lohnenswert herausstellte.

Wir biegen in den Trollweg und kommen an der Redoute und Blockhaus auf der Manslache vorbei. Man sieht einen Grundriss und erfährt auf einer Infotafel, was es mit dieser Redoute (Zufluchtsort) auf sich hatte, die Teil einer Verteidigungslinie war. Vom Trollweg kommen wir auf den Mannslohweg, sind weiterhin von Wald umgeben und nähern uns dem Wildseemoor.

Das Wildseemoor wurde bereits 1928 zum Bannwald erklärt, gut 20 Jahre später wurden Wildseemoor und Hohlohsee zum Naturschutzgebiet. Die offene Wasserfläche des Wildsees wurde mit 1,15ha gemessen. Im Wildsee findet sich sogenannter Schwingrasen. Die Pflanzendecke besteht aus unter anderem Moosen und ist nicht mit dem Grund verwurzelt. 

Von den Wegen aus haben wir immer wieder schöne Aussichten in die Flora und Fauna, insbesondere auch vom Bohlenweg zwischen dem Wildsee und dem kleineren Hornsee. Durch den Wildsee schlängelt sich der Seegraben.

Wir kommen aus dem Moorgebiet heraus über die Weißensteinhütte und wandern weiter auf dem Gütlingsweg zur Waldgaststätte Grünhütte zwischen dem Hinteren und Vorderen Eulenloch. Die Gaststätte hat als ein Aushängeschild Spezialitäten mit Heidelbeeren, vom Pfannkuchen bis zum Wein. Rund 5,7km sind wir bis hier gewandert. 

Mit Wald geht’s weiter zur Schäferweghütte und über den Rollwasserbach. An einer Waldwegekreuzung biegen wir nach rechts in den Wildbader Weg ein, der führt uns zum Kreuzungspunkt Stern. Wir gehen talwärts Richtung dem Örtchen Sprollenhaus. Via Mistweg wandern wir an die Kaltenbronner Straße, queren sie, kommen zum Freizeitheim Sprollenhaus und folgen dem Kegelbach, den wir treu an unserer rechten Seite wissen, bis nach Kaltenbronn, wo es übrigens auch einen Skihang gibt und wir von dort unseren Ausgangsort wieder erreichen.

Bildnachweis: Von Pjt56 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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