Wildes Moor und Latzigsee: Rundwanderung bei Rothenklempenow


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑92m  ↓92m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Es wird sehr grün mit geweitetem Blick über Wiesen, ein bisschen Wald und Waldrand sind auch dabei. Wasser und Flächen, wo es mal war, sorgen für weitere Abwechslung im nördlichen Beritt von Rothenklempenow und dem südlichen Teil der Ueckermünder Heide im Naturpark Am Stettiner Haff.

Start ist in Grünhof, wo sich eine Milchviehzucht befindet, an der L283, die Rothenklempenow südlich mit Glashütte und Hintersee nördlich verbindet. Wir wandern mit der Landstraße in Richtung Glashütte, haben hier Wald und Waldrand. Bei der Glashütte Försterei biegen wir nach Links und wandern mit dem Prahmgraben durch Wiesen und Feuchtzone.

Nach rund 5,5km sind wir am Naturschutzgebiet Wildes Moor. Es liegt bei Borken und umfasst rund 228ha. 1983 beschloss man das Naturschutzgebiet, um das ehemalige Torfstichgebiet im unteren Randowbruch zu schützen, insbesondere die diversen Verlandungsstadien, die einer vielseitige Pflanzen- und Tiergesellschaft den feuchten Boden bereiten. Die Flächen des Wilden Moors sind beispielsweise ein recht bedeutender Laichplatz des Moorfroschs. Der ist ein „Echter Frosch“, hat eine braune Färbung und ein spitzes Mäulchen. Zu besonderen Augenblicken der Paarungshochzeit reflektieren die Männchen blau.

Bei der Wüstung Petersmoor biegen wir vom Prahmgraben ab und wandern nach Borken mit dem landwirtschaftlichen Gut Borken. Auf dem Rothenklempenower Weg wandern wir rund 4km durch die Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen zum Latzigsee.

Der um die 40ha große Latzigsee wird durch zahlreiche Gräben mit Wasser versorgt. Ein Graben dient dem Abfluss in die Randow. Es gibt einen Steg zum Wasser und der Latzigsee wird vom Kreisanglerverband Uecker-Randow genutzt. Wir kommen an der Försterei Theerofen vorbei und biegen nach links, wandern mit der L283 zum Ausgangsort Grünhof zurück.

Wem jetzt nach noch weiterem See- und Moor-Feeling der Sinn steht, könnte gen Norden fahren und bei Hintersee das Naturschutzgebiet Ahlbecker Seegrund erforschen, das größte wachsende Kalkschwingmoor in Deutschland. Oder aber man orientiere sich östlich, Richtung Polen und erkunde das Naturschutzgebiet Gottesheide mit Schlosssee und Lenzener See.

Bildnachweis: Von Botaurus [Public domain] via Wikimedia Commons

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