Wietzendorfer Moor Runde


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑98m  ↓98m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Heidekreis liegt die Gemeinde und der Erholungsort Wietzendorf, umgeben von Feldern, Wiesen und Moor. Wir kommen an den Rand des Naturschutzgebiets Großes Moor bei Becklingen und wandern durch das Naturschutzgebiet Wietzendorfer Moor. 

Wietzendorf ist gut erreichbar und zwar von der A7, mit der Abfahrt Soltau-Süd, zudem liegt es an der Bahnstrecke zwischen Soltau und Bergen. Nördlich von Wietzendorfs Mitte liegt die Ferienanlage Südsee-Camp.

Wäre die Wietzendorf-Wanderung eine Uhr, würden wir auf 12 gegen die Zeit losgehen. Wir starten „Über der Brücke“ beim Peetshof. Der historische Bauernhof mit Nebengebäuden und Bauerngarten stammt aus dem Jahr 1874. Die Gemeinde kaufte das Anwesen und richtete ein Museum zur Orts- und Regionalgeschichte ein.

Zur Regionalgeschichte von Wietzendorf gehört der Honig. Ihm wird jährlich Ende September das Wietzendorfer Honigfest gewidmet. Heide-Honig ist eine Spezialität der Lüneburger Heide. Der würzige Honig war schon zur Römerzeit eine Delikatesse.

Mit der Straße kommen wir über die Wietze, wo sich die Runde öffnet. Es geht in den Ort, am Rathaus vorbei und zur Skulptur der Wietzendorfer Imker. Dahinter steht die St. Jakobi Kirche im Stil der Neugotik aus dem Jahr 1876 und an der Stelle einer gotischen Vorgängerin, von der der hölzerne Glockenturm überdauerte.

Mit der Kampstraße queren wir die Bahn, folgen kurz dem Rehlohweg. Links sind die Radewiesen. Vor Rehloh biegen wir nach links ins Naturschutzgebiet Wietzendorfer Moor. Das rund 210ha große Schutzgebiet umfasst 6 Flächen. Unsere Wanderung führt durch Moor- und Bruchwald, der sich auf dem entwässerten und teils abgebauten Moor gebildet hat. Bei der Landschaftspflege wurden aber auch vorhandene Torfstiche wiedervernässt, damit sich die hochmoortypische Vegetation aus beispielsweise Wollgras und Torfmoos nebst Schwingrasen und Glockenheiden erneut bilden kann.

Auch wandern wir durch Feuchtwiesen, die extensiv beweidet werden. Etliche schützenswerte Pflanzen und Tiere wie der Kiebitz, finden dort Lebensraum. Ein bisschen drüber schauen können wir bei der Vogelbeobachtungshütte beim Polder Wietzendorf. Östlich liegt der Ortsteil Klein Amerika mit Milchtankstelle. 

In der Südkurve unserer Wanderung kommen wir am Hof Tannensieksberg vorbei, wandern ein Stück der Grenze entlang des Naturschutzgebiets Großes Moor bei Becklingen. Nach ca. 7,7km gehen wir gen Norden. Wir kommen durch die Feldflure, vorbei an Biogas, nehmen die Straße Marbostel, streifen Steinbruchareal mit Betonwerk, kommen über den Häteler Berg, queren die K11 und die Wietze, sehen in Wietzendorf rechts den Friedhof und sind bald am Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Hajotthu [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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