Wensburg

Südlich von Obliers steht auf einer Bergkuppe oberhalb des Liersbachtals umgeben von Wald die Burgruine Wensburg. Die Wensburg wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert gebaut. Erwähnt wurde die Wensburg urkundlich 1401 als Haus zu Wentzbergh. Die Burganlage misst rund 20 x 40m und teilt sich in zwei Areale. Wanderer auf dem Burgweg Obliers können einen Abstecher zur Burgruine unternehmen, wie auch Wanderer auf dem Karl-Kaufmann-Weg.

Erkennbar ist der rechteckige Kernburgbereich mit dem Wohnturm. Der Wohnturm bringt es auf rund 20m in der Höhe, eine Grundfläche von 9,5 x 10,7m und eine Mauerstärke von 2,5m. Der Wohnturm wie auch mehrheitlich die restlichen Bestandteile der Ruine gehen auf die Erhaltungsbemühungen von Louise Scheib zu Beginn des 20. Jahrhunderts zurück. Die damalige Besitzerin versuchte zu erhalten, was 1633 während des Dreißigjährigen Kriegs zerstört worden war und was 1832 durch Abriss geschah. 1833 wurde auch die dem heiligen Georg geweihte Burgkapelle niedergelegt.

Der Kernburgbereich ist von einer Vorburg umgeben, der von einer Ringmauer aus Bruchsteinen gesäumt ist. In die Ringmauer eingelassen sind zwei Zugänge. Das nordwestliche Tor wird als Haupteingang genutzt. Noch bis 1930 war die Hauptburg von einer 7m hohen Mauer aus Basaltquadern und Bruchsteinen umgeben, die heute noch auf 3m kommt. Damals war auf dem Bering ein Wehrgang. Die Burgruine Wensburg ist offen zugänglich.