Welterbepfad Nationalpark Hainich


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Länge: 9.92km
Gehzeit: 02:29h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Im Nationalpark Hainich in Thüringen können Wanderer erfahren, wie sich Wald entwickelt, wenn er vom Menschen in Ruhe gelassen wird. Der „Urwald“ befindet sich zwar noch am Beginn seiner Entwicklung, nichtsdestoweniger entführt er bereits in eine wilde Wunderwelt. Der zehn Kilometer lange Welterbepfad bietet eine Möglichkeit, dieses Kleinod kennenzulernen.

Da hier die Wildnis regiert, gestaltet sich die Wegfindung zuweilen schwierig, das gehört zum Reiz dieser Tour. So gerät man auf Abwegen zuweilen unverhofft in versteckte Ecken. Der Pfad ist dennoch gekennzeichnet mit dem UNESCO-Symbol: eine Raute, die ein Kreis umgibt. Vom Craulaer Kreuz (mit Parkplatz) kann es losgehen.

Südlich bewegt sich die Route, zunächst noch schüchtern, am Waldrand entlang, was den Blick auf ausgedehnte Weiden freigibt. Dann tauchen wir nach rechts voll in das Dickicht ein, das großteils von Buchen „bewuchert“ wird (der Nationalpark Hainich zählt seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe Buchenurwälder). Gut lässt sich beobachten, wie neues Leben neben vergangenem entsteht, wie Totes vermodert, um Junges zu nähren. Der Kreislauf des Lebens.

An der Craulaer Lehde lohnt sich ein kleiner Exkurs zum Wartburgblick – sei es für die Aussicht, eine Rast oder um dem „Dschungel“ kurz zu entkommen. Das Panorama macht sich allemal bezahlt. Anschließend geht es langsam auf der stufenreichen Holztreppe hinab, damit wir dann wieder bergauf steigen können. Von 350 klettert die Strecke auf bis zu 502 Höhenmeter, teilweise windet sie sich wie eine Schlange.

Ein paar Picknickplätze und Unterschlüpfe liegen des Weges, laden dazu ein, die Atmosphäre zu genießen, und erinnern daran, dass die Zivilisation nicht komplett fern ist. Auf den insgesamt zehn Kilometern bleibt ausreichend Zeit, um die Feinheiten der Natur zu erforschen. Im Frühjahr stechen Blütenkleider aus dem grünen Geflecht heraus, die den Boden in bunte Farben tauchen. Zu Beginn des Sommers erfüllt dagegen der charakteristische Duft von Bärlauch die Luft.

Nach einer spitzen Kurve führt der Rennstieg rechts die letzten Kilometer zurück zum Ausgangspunkt. Am Craulaer Kreuz ist in der knuffigen Hainichbaude zum Abschluss sogar noch Stärkung zu finden.

Bildnachweis: Von Z Thomas [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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