Weißenburger Premiumweg zur Festung Wülzburg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 16 Min.
Höhenmeter ca. ↑475m  ↓475m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Weißenburg in Bayern, amtlich abgekürzt Weißenburg i.Bay., hat eine faszinierende Altstadt, mit römischer Siedlung beim Kastell Biriciana, man finden den Obergermanisch Raetischen Limes (UNESCO-Weltkulturerbe), zahlreiche Baudenkmäler und eines davon nehmen wir heute ins Visier: die Hohenzollernfestung Wülzburg. An unserem Premiumweg docken zudem einige Lehrpfade an, die man ganz nach Gusto zusätzlich abschreiten kann.

Am Seeweiherparkplatz an der Altstadtmauer geht’s los und zwar gen Osten und raus aus den altehrwürdigen Stadtmauern, an Schulen vorbei, die Runde öffnet sich, wir wandern gegen die Uhr und biegen nach rechts in den Römerbrunnenweg, gen Süden. Wir kommen durch ein Wäldchen zum Forellenweiher mit Kneippanlage und einem möglichen Lehrpfad am Forellenweiher oder einem zum Dreieckswäldchen.

Wir wandern mit dem Bachlauf zum Römerbrunnen mit Quelle und einer Fassung aus dem 16. Jahrhundert, nebst Grillplatz. Im lockeren Auf und Ab, durch Bäume beschattet, wandern wir in nordöstliche Richtung, kommen dabei über die B13 und St2228, in Richtung Segelflugplatz Weißenburg/Wülzburg.

Unser Ziel ist der Wülzburger Berg mit der sehr interessanten Wehranlage der Hohenzollernfestung Wülzburg, das als einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland zu bewerten ist. Wir sind hier auch am höchsten Punkt der Runde, haben gut 6e0m erreicht, nach ca. 8km. 

An der Stelle der Festung war im 11. Jahrhundert ein Benediktinerkloster. 1588 kam dann das Pentagon. Statt rechtwinklig zu bauen entschied man sich für diese Form, es wurde ja schon geschossen und das Pentagon hatte ballistische Vorzüge und erlaubt eine Verteidigung ohne tote Winkel. Markgraf Georg Friedrich der Ältere von Brandenburg-Ansbach gab den Auftrag zum Bau der Festung Wülzburg. Es entstanden die Bastionen Jungfrau, Krebs, Rossmühle, Kaltes Eck und Hauptwache im neuen italienischen Bastionärsystem. Es wurden keine Mühen gescheut, die Festung mit Wasser zu versorgen. Ein tiefer Brunnen wurde in den Berg getrieben. Nach heutiger Messung ist er 143m tief. Um 1610 war man mit dem Bau soweit. Der moderate Eintritt lohnt sich!

Mit Wald, entlang Waldrand und Wiesen, am Obstlehrgarten bei Kehl vorbei, wandern wir an den Rohrbach hinab und streifen das Örtchen Gänswirtshaus. Auf und Ab mit Wald und Wiesen haben wir am Rohrberg, wo wir am Naturfreundehaus Rohrberghaus vorbeikommen.

Nächste Sehenswürdigkeit ist der Bismarckturm. Der Turm folgt dem Entwurf Götterdämmerung, wurde 1911 fertig, misst 12,6m und im Inneren führen 46 Stufen zur Aussichtsplattform. Man genießt einen schönen Blick auf Weißenburg.

Durch eine Lindenallee, an Kleingärten vorbei, über den Rohrbach, durch die Niederhofener Straße, Geheimrat-St.-Doerfler-Straße beim Stadtgarten, die Ferndinand-von-Wissel-Straße, nach rechts in die Straße Am Volkammersbach schließt sich die Runde. Der Kern von Weißenburg wird uns noch eine ganze Weile beschäftigen.

Bildnachweis: Von HaSe [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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