Wasser-Wander-Welt Meinvennen (Niederrhein)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 55 Min.
Höhenmeter ca. ↑192m  ↓192m
Wasser-Wander-Welt Meinvennen

Dieser Rundwanderweg im Naturpark Maas-Schwalm-Nette führt uns über die Grenze in die niederländische Provinz Limburg. Hier liegt der Nationalpark De Meinweg, der heute zum Naturpark Maas-Schwalm-Nette zählt und durch Kiefernwälder, Heide und Moore (die hier Vennen genannt werden) geprägt ist.

Typisch für den Nationalpark De Meinweg ist die terrassierte Landschaft mit bis zu 50m steilen Übergängen zwischen der verschiedenen Ebenen. Diese Terrassen sind nicht durch Menschenhand, sondern durch Brüche in der Erdkruste und durch die in der Nähe verlaufende Maas entstanden. Dass die Erdkruste immer noch in Bewegung ist, wurde beim Erdbeben im April 1992 deutlich, als das Erdbeben von Roermond eine 5,9 auf der Richter-Skala erreichte und damit das stärkste mitteleuropäische Erdbeben seit fast 250 Jahren war.

Wir beginnen die Wandertour am Parkplatz unterhalb des Café-Restaurant Rijstal Venhof (fürs Navi: Venhof in Herkenbosch). Wir halten uns im Uhrzeigersinn zunächst westlich, knicken dann nach Norden ab zum Golfplatz Herkenbosch.

Jetzt geht es zur Grenze und man erreicht auf deutschem Boden das Naturschutzgebiet Lüsekamp und Boschbeektal. Hier steht der größte Moor-Birkenwald Nordrhein-Westfalens. Besondere Bedeutung hat das Naturschutzgebiet wegen seine Vogelpopulation. Blaukehlchen, Ringdrossel, Ziegenmelker, Schwarzspecht, Wiesenpieper und Neuntöter sind hier u.a. heimisch.

Im Süden schließt sich der Nationalpark De Meinweg mit seinen Terrassen an. Auf den Terrassen führen zwei Bäche, der Roode Beek und der Boschbeek, das Wasser des obersten Plateaus zur Rur ab.

Am Ende des Nationalparks kreuzen wir zum zweiten Mal die Trasse der ehemaligen Eisenbahnlinie von Antwerpen nach Duisburg, den sogenannten Eisernen Rhein. Das Teilstück zwischen dem deutschen Grenzbahnhof Dalheim und dem niederländischen Roermond wurde allerdings 1992 stillgelegt.

Bildnachweis: Tuxyso / Wikimedia Commons / CC BY-SA 3.0

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