Wasser-, Wald- und Wiesenpfad bei Calw (Schwarzwälder Genießerpfade)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 36 Min.
Höhenmeter ca. ↑444m  ↓444m
Schwarzwald Genießerpfad Wasser-Wald-Wiesenpfad

Südwestlich der Geburtsstadt des berühmten Schriftstellers Hermann Hesse (1877 – 1962), Calw an der Nagold, beginnt diese Rundwanderung, die zu den Genießerpfaden im Schwarzwald zählt.

Das Wasser der Wanderung kommt vom Rötelbach, dem wir begegnen, bevor er in Kentheim in die Nagold fließt. Dem Wald kommen wir ganz nah über den Schafottweg zum Beispiel. Die Wiesen gibt es im Frühling mit Krokussen besiedelt bei Zavelstein mit der Ruine der Burg Zavelstein und rund um die anderen Orte wie Speßhardt und Sommenhardt, zwischen denen sich die Runde aufspannt. Wir kommen an Buntsandsteinfelsen vorbei, einem Wildschweingehege und Streuobstwiesen – alles dabei!

Wir bewegen und auf dieser Runde zwischen etwa 400 und 600m Höhenlagen und gehen im Uhrzeigersinn. Start ist am südwestlichen Ortsrand von Calw „Am Schießberg“. Es geht erstmal rauf. Alte Fichten und Buchen beschirmen den Weg. Der große Brocken mit Aussicht auf Calw und das Nagoldtal ist der Gimpelstein. Weiter geht es über einen alpinen Steig.

Der nächste Platz von Bedeutung ist eine Stätte, die mancher bis 1818 hinein als allerletztes gesehen hat, denn hier fanden Hinrichtungen statt – auf dem Schafott von Calw auf dem Wimberg. Aus dem Altfranzösisch übersetzt heißt Schafott: Schaugerüst. In Deutschland nannte man es auch Blutgerüst. 

Weiter geht es über den Schafottweg ins Rötelbachtal. Dabei wandern wir über die sogenannten Butterstaffeln. Die Stufen im Gelände wurden vor gut 300 Jahren von Lützenhardter Bauern hier angeordnet, die ihre Erzeugnisse auf dem Markt in Calw verkauften. Wir begleiten ein Stück den märchenhaften Rötelbach und kommen zum auffälligen Stubenfels, den man erkunden kann. 

Die Wanderung führt uns die nächsten Kilometer stets bergauf. Wir kommen durch Lützenhardt und zum Wanderheim in Zavelstein, wo sich eine Rast einbauen lässt. Etwa 8km haben wir hinter uns und schon bald bei 609m den höchsten Punkt der Wanderung erreicht. Wenn wir die Burgruine Zavelstein ansehen wollen, müssen wir einen Abstecher zur Ruine der Höhenburg aus der Zeit um 1200 machen. Der Bergfried dient als Aussichtsturm mit schönem Blick über das Umland.

Die Wanderroute führt uns durch Wiesen mit Streuobst und je nach Jahreszeit Krokussen an den Rand von Speßhardt wo wir auch den Rötelbach überqueren. Über einen Forstweg kommen wir zu einem Wildschweingehege und am Wölflesbrunnen vorbei sowie später am Grillplatz „Alte Saatschule“ wo Tafeln über Waldberufe informieren. Wenn wir die Steinerne Bank sehen, sind wir schon kurz vor dem Rundenende in Calw.

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