Von Calw über Burg Zavelstein zur Candiduskirche im Nagoldtal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 47 Min.
Höhenmeter ca. ↑490m  ↓490m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung führt uns von der Hermann-Hesse-Stadt Calw im Schwarzwald zur Candiduskirche in Bad Teinach Kentheim, deren Wurzeln sich bis in 9. Jahrhundert zurückverfolgen lassen und die damit als erste Siedelei im Nagoldtal gilt. Wir starten die Tour am historischem Marktplatz in Calw. Vom Marktbrunnen aus richten wir uns zur evangelischen Stadtkirche Calw und passieren diese.

Weiter geht es zum Georgenäum, einem 1868-71 erbauten Bildungshaus, aus dem später die Stadtbücherei entstand. Heute ist das Georgenäum u.a. Sitz der bekannten Aurelius Sängerknaben Calw. Durch den Stadtgarten wandert man hinauf in die Schwarzwaldwälder, die hier interessanterweise nicht von Nadelbäumen dominiert werden, sondern sich als lichter Laubwald geben.

Vorbei am historischen Richtplatz – dem Calwer Schafott – und dem Wildschweingehege kommt man ins Rötelbachtal. Über das Brückle passiert man den Bach und läuft nun direkt auf die bekannten Krokuswiesen von Zavelstein zu. Zavelstein ist der einzige Ort Süddeutschlands, an dem heute wilde Krokuse anzutreffen sind. Und das gleich massiv: Auf 50ha blühen Tausende wilde Krokusse zur Krokusblüte in Zavelstein.

Durch den Städtle genannten Kern von Zavelstein erreicht man Burg Zavelstein, eine Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert. Der 28m hohe Bergfried ist seit 1813 als Aussichtsturm zugänglich gemacht und bietet einen schönen Blick über die dicht bewaldeten Schwarzwaldhügel, die steil vom Teinachtal aus ansteigen.

Von Zavelstein geht es wieder hinab ins Tal. Über Sommenhardt wandert man wieder ins Rötelbachtal. Der Rötelbach mündet in Kentheim in die Nagold und etwas unterhalb der Mündung steht direkt an der Hauptstraße die heute evangelische St. Candiduskirche Kentheim.

Die romanische Candiduskirche wurde in ihrer heutigen Form zwischen 950 und 1075 erbaut. Eine Vorgängerkirche vermutet man bereits für das 8. Jahrhundert als Gründung einer Einsiedelei durch das Kloster Reichenau. Damit ist die Candiduskirche nicht nur eine der ältesten Kirchen in Baden-Württemberg, sondern auch die erste befestigte Siedlung im Nagoldtal. Kulturhistorisch sind die sehenswerten mittelalterlichen Fresken und Grabmale von Bedeutung.

Von Kentheim aus wandern wir schließlich über den Teuchelweg zurück nach Calw. Hier kommen wir durch die Badstraße zur Nikolausbrücke mit der gotischen Kapelle und der lebensgroßen Statue des Schriftstellers und Nobelpreisträgers Hermann Hesse, der 1877 in Calw geboren wurde.

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