Wangen im Allgäu: Stadtrundgang (mit Abstecher zur Berger Höhe)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 5 Min.
Höhenmeter ca. ↑159m  ↓159m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wangen im Allgäu ist ein Mittelzentrum im Landkreis Ravensburg, besteht aus der Kernstadt sowie weiteren sechs Stadtteilen. Wir erkunden heute die historische Altstadt sowie die Berger Höhe, kommen an den Argen Kanal und die Obere Argen. Start ist der Bahnhof Wangen.

Wangen heißt übrigens sinngemäß „Siedlung mit Viehweiden“, Wang ist Wiese. Trotz, dass es mehrere Stadtbrände gab, konnte die Altstadt als Ensemble unter Denkmalschutzgestellt werden, mit Zeugen aus dem Mittelalter bis hin in die Zeit des Barocks.

Teile der Stadtmauer stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert und umschlossen den staufischen Stadtkern. Weitere Befestigungen entstanden im 14. Vom Bahnhof Wangen (Allgäu) aus wandern wir in den Kern und treffen auf die evangelische Stadtkirche Wangen (1893) im Stil der Neugotik.

Von dort geht es in die Altstadt, über die Gegenbaurstraße durch das Frauentor, passenderweise am Ende der Herrenstraße gelegen. Das Frauentor, das sicher älter ist als seine erste Nennung 1472, zeigt sich recht schmuck. Es wurde wie auch das Martinstor 1608 im Stil der Renaissance aufgehübscht.

Die Altstadtrunde führt uns an zahlreichen gepflegten Baudenkmälern vorbei, mit spätgotischem Charakter, wir sehen Treppengiebel, bemalte Fassaden und gelangen durch die Schmiedstraße zum Eselsberg und dem Stadtmuseum in der Eselsmühle. Das Museum bietet Einblicke in die Stadtgeschichte und das im historischen Ambiente der Eselsmühle, die auch über ein Wasserrad verfügt sowie die Mühleneinrichtung.

Weiter geht es zum Marktplatz. Die St. Martin Kirche steht malerisch am Markt beisammen mit dem Rathaus. Die dreischiffige Pfeilerbasilika geht auf das 12./13. Jahrhundert zurück. Selbstverständlich wurde sie mehrfach verändert und es zeigen sich Spuren der Epochen bis Barock und Neugotik. Es ist ein architektonisches und kirchenkünstlerisches Bilderbuch für die Glaubensgeschichte Wangens.

Ein absoluter i-Tüpfel ist das Rathaus Wangen aus dem 14. Jahrhundert mit dem Volutengiebel, der barocken Fassade und dem Pfaffentürmchen aus dem 13. Jahrhundert, das sich dahinter erhebt. Auf dem schönen Platz findet der Wochenmarkt statt sowie die Feierlichkeiten von Wangen.

In westlicher Richtung durchwandern wir die Wohnlage Berger Höhe, um auf die Berger Höhe zu gelangen, wo es auch einen Lift gibt. Von 560m sind wir bis auf 612m hinaufgekommen, haben etwa 2,5km Wanderung gemacht und genießen die Aussicht über die Stadt, Alpenpanorama im Hintergrund. Eine Gravur zeigt, was wir zu sehen bekommen.

Wir wandern durch abwechslungsreiche Landschaft ins Argental, kommen durch die Siedlungen Böhen und Lottenmühle, queren den Argen Kanal und wandern am Ufer der Oberen Argen nach Wangen. Wir spazieren den Herzmannserweg, kommen an Sportanlagen vorbei, nehmen den Bleicheweg, in dessen Nähe ein Franziskanerkloster ist, kommen über einen Bocciaplatz durch den Argenpark.

Nach einem Seitenwechsel wandern wir am Argenufer zum Pulverturm. Der wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts gebaut, zur Ummauerung der Unterstadt. Hier war einst das Färberviertel, weswegen der Turm auch Färberturm oder Wasserturm hieß.

Dann sehen wir die Eselsmühle von der anderen Seite. Wir wandern am Jugendhaus vorbei, kommen an den Rand des Schießstattweihers, einem Angelweiher, durch den der Mühlbach fließt, und kehren zum Bahnhof Wangen zurück.

Bildnachweis: Von Mlorer [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

Vgwort