Wanderung um den Romberg-Schacht (Werne W2)


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Wegweiser
Länge: 2.97km
Gehzeit: 00:45h
Anspruch: mittel
Wegzustand: gut
Downloads: 31
Höhenprofil und Infos

Werne erhielt bereits im Mittelalter Stadtrechte (1385 mit dem sogenannten Wigboldrecht, einem minderen Stadtrecht; 1395 wurde urkundlich ein Stadtrat erwähnt). Doch den eigentlichen Aufschwung und damit auch die Größe einer modernen Stadt kam mit der Kohleförderung, die 1899 in Werne begann.

Die Zeche Werne wurde 1975 stillgelegt. Länger in Betrieb war dagegen der Schacht 7 am Romberg. Der wurde nicht für die Zeche Werne abgeteuft, sondern für die Zeche Haus Aden, ein Steinkohlenbergwerk in Bergkamen-Oberaden. Hier wurde die Kohleförderung ebenfalls im späten 19. Jahrhundert begonnen und dann in den 1930er Jahren verstärkt. 1941 erreichte Schacht 2 bei 924 m seine Endteufe.

Schacht 2 nahm die Förderung 1943 auf. In diesem Jahr lag die Förderung etwas über 60.000 Tonnen Kohle (bei 1.080 Beschäftigten). Unter den Arbeitern waren viele russische und polnische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1956 erstmals eine Jahresförderung von mehr als einer Million Tonnen Steinkohle erreicht.

Der Beschluss, das Anschlussbergwerk „Haus Aden Nordfeld“ (so die Planungsbezeichnung) zu bauen, erfolgte Ende 1977. Daraufhin wurden drei neue Schächte werden abgeteuft: zwei Wetterschächte (Schächte 5 und 6) und der Seilfahrtschacht Romberg in Werne-Langern (Schacht 7). 1993 erfolgte der Zusammenschluss der Bergwerke Haus Aden und Monopol. Es war das damals größte Verbundbergwerk Deutschlands. 1998 folgte eine weitere Zusammenlegung, und zwar mit der Zeche Heinrich-Robert in Hamm zum Bergwerk Ost.

2001 wurden die Schachtanlagen der einstigen Zeche Haus Aden stillgelegt. Das Bergwerk Ost blieb noch bis 2010 in Betrieb. Die letzte Seilfahrt des Bergwerks Ost erfolgte 2011 über den Schacht Lerche. An dem ehemaligen Standort des Schachtes 7 (Romberg) steht heute nur noch ein Schachtrohr. Der 136 Tonnen schwere Förderturm wurde 2001 nach Hamm transportiert und ist heute Teil der Route der Industriekultur.

Die kurze Runde, die vor Ort mit der Kennung W2 beschildert ist, führt vom Wanderparkplatz Varnhöveler Straße zum Gelände, wo einst die Bergleute im Schacht 7 einfuhren.

Bildnachweis: Von Mbdortmund [GFDL 1.2] via Wikimedia Commons

Autor: SGV
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