Wanderung Rohrwiesen und Wallfahrtsstätte Kreuzberg (Hemsbach)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 15 Min.
Höhenmeter ca. ↑265m  ↓265m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Hemsbach, das östlich vom Burgensteig Bergstraße umgangen wird, liegt zwischen Heppenheim nördlich und Weinheim südlich. Wein gibt es bei Hemsbach auch und Naturschutz mit den Rohrwiesen und Gänswiesen. Wir erwandern uns die Landschaft zwischen Hemsbach und Laudenbach, zwischen der Autobahn A5 und dem Kreuzberg (372m).

Start ist bei den Schulen im Norden von Hemsbach und bei der Alten Freudenberg-Deponie und der Aussichtsplattform Rohrwiesen. Die Alte Freudenberg-Deponie ist eine ehemalige Mülldeponie. Nördlich gegenüber schließt das Naturschutzgebiet Rohrwiesen und Gänswiesen an, auf das wir einen Blick werfen. Die knapp 12ha sind Teil der prähistorischen Neckaraue mit Rückhaltebecken und Feuchtzonen mit Amphibienpopulation.

Wir umrunden das Areal auf dem Laudenbacher Weg, queren es, wie kurz drauf in Laudenbach die Hautstraße (B3). Ab nun wird es die nächsten rund 2,5km stetig bergauf gehen, von rund 113m auf 347m. Dabei durchstreifen wir Natur- und Kulturlandschaft mit Wald, Wein und Wasser. Das Wasser ist die Krumme Lache. Wir kommen an der Heinrich-Wind-Hütte mit Rastmöglichkeit vorbei und zur Wallfahrtsstätte Kreuzberg an der höchsten Stelle der Wanderung.

Die Wallfahrtsstätte Kreuzberg ist eine Art Open-Air-Kirche mit Bänken, Altartisch, Kreuz und Stationsbildern. Lorscher Mönche haben an der Stelle einer einstigen Heidenkultstätte um 1350 eine Kapelle gebaut, die mehrfach zerstört wurde. Die Wallfahrtsstätte wurde durch eine Einsiedelei betreut und auch diese wurde 1808 dann den Boden gleichgemacht. Je zu Pfingstmontag wird eine Prozession mit Gottesdienst abgehalten. Der Wallfahrt liegt die Sage zugrunde, dass ein Jäger auf einen Hirsch anlegte, er in dessen Geweih ein Kreuzzeichen wahrnahm und ihn verfehlte.

Wir wandern talwärts mit Wald und kommen um den Hemsbach sowie nach Hemsbach und dort zur Förster-Braun-Hütte mit Grillstelle. Es geht nochmal ein kleines Stück bergauf, dann wieder abwärts, an der Quellgrotte vorbei und zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Liebe Uwe [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

Vgwort