Wanderung am Lassahner See (Schaalsee)


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Länge: 6.37km
Gehzeit: 01:28h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Bis 1990 verlief durch den Schaalsee die innerdeutsche Grenze. Jetzt ist hier nur noch die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Grenzenlos scheinen hier die Ausdehnungen der verschiedenen Naturschutzzonen mit Mooren und Seen, Feldern, Weiden, Feuchtwiesen und Buchenwäldern. Die einstige Abgeschiedenheit hat der Natur gutgetan und nicht nur Reisevögeln paradiesische Zustände beschert.

310 Quadratkilometer misst das Schutzgebiet insgesamt, der 24 Quadratkilometer große Schaalsee bildet den Mittelpunkt des UNESCO-Biosphärenreservats. Unsere Runde mit und um Lassahn ist im ehemaligen Osten mit dem Lassahner See als südöstlichem Teil des Schaalsees. Der ist übrigens einer der tiefsten Seen in Deutschland, mit maximaler Tiefe bis zu 72m und der Schaalsee wurde 2019 vom „Global Nature Fund“ als „Lebendiger See des Jahres“ ausgezeichnet. Die Hülle und Fülle des Schaalsees setzt sich aus einigen Teilen zusammen. Der Lassahner See ist südlich.

Feldstreifen, Baumreihen und Uferzonen bestimmen diesen Spaziergang, den wir im Ortsteil der Stadt Zarrentin am Schaalsee, Lassahn, beim Friedhof und der Kirche St. Abundus Kirche. Ihre Entstehung wird in die Zeit zwischen 1190 und 1250 geschätzt. Der älteste erhaltene Teil, Chor und Sakristei, geht auf das Jahr 1240 zurück und besteht aus Feldsteinen. Das Kirchenschiff aus Fachwerk stammt aus dem 17. Jahrhundert. Wir sehen es teils ausgemauert und teils verputzt.

Wir wenden uns dem See zu und kommen zu einer Aussichtsmöglichkeit. Dann gehen wir mit dem See zur Linken durch die Ufervegetation, mit Baumbestand, Feuchtzonen und Feldflur. Nach rund 3,5km wandern wir nach Lassahn zurück, jetzt nur noch durch die Felder und Wiesen.

Wer sich hier noch ein bisschen Tummeln will, macht einen Ausflug ans Südende des Lassahner Sees zur Stintenburginsel, wo der Borgsee südlich anstößt. Die Stintenburginsel ist Sitz der Familie Bernstorff aus dem Uradel von Mecklenburg. Die Bernstorffs wohnen da auch wieder. 1767 war der Dichter Friedrich Gottfried Klopstock (1724-1803) dort und schrieb die Ode Stintenburg, die er als „Insel der froheren Einsamkeit“ umschrieb. Wir sind lediglich Zaungast, denn wie gesagt: Das Gut ist privat.

Bildnachweis: Von Niteshift [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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