Wandertour zur Bullenkuhle und durch die Bokeler Heide


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 21 Min.
Höhenmeter ca. ↑119m  ↓119m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Unsere Runde umfasst die Örtchen Bokel und Behren. Sie ist weithin geprägt durch Wald und Feldflur, die die Orte großräumig umgibt, wir kommen durch den Maseler Wald und das kleine Naturschutzgebiet Bokeler Heide und gleich zu Beginn erfahren wir, ob die Bullenkuhle das ist, was wir uns unter dem Begriff vorstellen.

Die Wanderung liegt in der Gemeinde Sprakensehl im Landkreis Gifhorn. Hier verteilen sich 14 Einwohner auf einem Quadratkilometer. Zum Vergleich: in Lüneburg kommen über 1.050 Einwohner auf die gleiche Fläche. Wir erwarten eine ruhige Runde und haben genügend Essen und Trinken dabei.

Nordöstlich von Sprakensehl ist Bokel mit der Landwirtschaft als Motor. Ein Baudenkmal ist die gotische Backsteinkapelle von 1472, die Johannes dem Täufer geweiht ist. An die Kapelle grenzt ein Friedhof und an den ein Alten- und Pflegeheim. Alles hübsch beieinander. Auf dem Mühlenweg kommen wir an den Mühlenteichen vorbei sowie am Heidecafé. Jetzt heißt das Sträßchen Zur Günne.

Kurz drauf sind wir an der Bullenkuhle, die unter Naturschutz gestellt wurde. Die Bullenkuhle ist ein überwiegend vermoorter Kleinsee. Der Moorkolk umfasst rund 10% der Moorfläche. Biotop und Geotop entstanden als Erdfall. In Norddeutschlands Untergrund sind Salzstöcke als Reste des Zechsteinmeeres aus dem Perm. Grundwasser löste Salze und der Untergrund bekam Löcher. Die Erdschicht drüber rückte nach, die Erde fiel.

Um den Namen Bullenkuhle rankt sich eine Sage. Ein Bauer schimpfte wegen Jagdpech. Sein Hof versank wie geflucht, der morgens weggelaufene Bulle allerdings nicht. Der geisterte herum. Ein Schäfer hetzte seine Hunde auf den Bullen, der ihn angriff. Der Mann rief Maria und Josef zur Hilfe, die halfen und der Bulle verschwand in der Kuhle. Zum Dank schnitzte der Schäfer die Tür zur Kapelle.

Durch Mischwald wandern wir auf und nach Behren ab. Es geht durch den Ort, an Feldern vorbei in den Maseler Wald hinauf und ins Naturschutzgebiet Bokeler Heide hinab. Das misst überschaubare 19ha, ist von Besenheide geprägt mit Wacholderbüschen geziert und vereinzelt stehen Birken und Kiefern. Rund 2km mit Feldflur und Waldrand trennen uns von Bokel.

Bildnachweis: Von drufi [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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