Wandertour von Biberach zur Burg Hohengeroldseck und nach Prinzbach


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑440m  ↓440m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der badische Erholungsort Biberach liegt im Kinzigtal, von Anhöhen und weiteren Bachläufen umgeben, wie dem Erlenbach oder dem Prinzbach. Durch das idyllische Prinzbach mit seiner Vergangenheit als Silberbergbauort und der St. Mauritius Kirche mit Wurzeln im 13. Jahrhundert werden wir wandern. Die Runde ist sehr abwechslungsreich mit Wäldern, Wiesen und der Burg Hohengeroldseck, wo auch der Kandelhöhenweg vorbeikommt.

Start ist am Bahnhof Biberach (Baden) und wir kommen als erstes an der St. Blasius Kirche (1966) vorbei. Im gegenüberliegenden Park steht der Alte Kirchturm, der von den beiden Vorgängerkirchen erhalten wurde. Er ist ein Friedensdenkmal. Der kleine Park war früher ein Friedhof. Die Geroldseckstraße führt uns zur Hauptstraße und wir überqueren erst die Kinzig, dann die B 33. Es geht ab ins Grüne und aufwärts, auch im Zickzack.

Wir gelangen zur Konradskapelle (1935), die dem heiligen Bruder Konrad gewidmet ist. Ein schöner Ort, auch um nochmal ins Kinzigtal und über Biberach zu schauen. Es geht nun fast ausschließlich aufwärts, hinauf zur Burg. Auf den nun folgenden knapp 3km wird uns überwiegend Wald begleiten. Wenn sich vor uns Felder und Wiesen breiter machen, sind wir nahe eines Jugendheims und biegen auf das Sträßchen Raukasten, mit Aussichten.

Kurz drauf gehen wir durch Geroldseck und zum Hohengeroldseck. Dort steht zwischen Kinzigtal und Schuttertal die Burg Hohengeroldseck, die aus der Zeit um 1250 stammt. Erbauer waren die Herren von Geroldseck, die in dieser Region ihre Spuren hinterlassen haben. Rechtsnachfolger sind die Fürsten von der Leyen, denen die Anlage gehört. Ein Verein zur Erhaltung der Burgruine kümmert sich drum. 10m hohe Außenmauern und das Haupthaus sind erhalten.

Via Schlossberg steigen wir wieder ab, kommen über die B 415, an der die Burgkapelle steht. Wir gehen ein Stück mit der Ludwigstraße, biegen dann in den Rebioweg ein und sind wieder von Wald umgeben, der uns jetzt bergab begleitet. Wenn es lichter wird, eröffnet sich der Blick auf Prinzbach und die St. Mauritius Kirche, die dort recht idyllisch von Wiesen umgeben steht. Kaum zu glauben, dass das Örtchen bis ins 14. Jahrhundert Stadtrechte besaß, was am Silberbergbau gelegen hat – wirtschaftliche Blütezeit! Die Kirche steht auf den Fundamenten des 13. Jahrhunderts. Rechts von unserem Weg fließt der Prinzbach.

Auf und ab geht es gen Biberach, wobei wir noch drei Straßen hinter uns lassen und über den Prinzbach und die Kinzig gehen. Ziel sind das Rathaus, 1913 und 1925 erbaut, und das Heimatmuseum im Kettererhaus, das vermutlich zu den älteren Häusern Biberachs zählt. Man schätzt anhand der Fachwerkkonstruktion, dass es aus dem 17. Jahrhundert stammt. Kettererhaus heißt es deshalb, weil der letzte Besitzer der Kettererschmied war. Bis zum Bahnhof Biberach ist es nun noch 1km.

Bildnachweis: Von Klaus Graf [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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