Waldhusener Forst Spaziergang


(+) vergrößern
Artikelbild
Länge: 6.54km
Gehzeit: 01:31h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
Downloads: 0
Höhenprofil und GPX-Details

Der Waldhusener Forst liegt nördlich von Lübeck-Kücknitz an der Trave. Er ist historisch und landschaftlich bedeutsam und ein beliebtes Naherholungsziel. Der Wald liegt im Landschaftsschutzgebiet Travemünder Winkel. Einige Wanderrouten führen hindurch. Auf unserer Rundwanderung treffen wir das denkmalgeschützte Forsthaus Waldhusen und das Pöppendorfer Großsteingrab.

Start ist beim Waldfriedhof Waldhusen am Waldhuseneer Weg. Ganz in der Nähe ist die Abfahrt der B75 Lübeck-Kücknitz. Wir wandern entlang der Straße über die Bahn, an einem Hotel vorbei, und einige Schritte später öffnet sich die Runde, wo wir nach rechts in den Wald einbiegen. Hier sind wir auch direkt im Landschaftschutzgebiet Travemünder Winkel, das insgesamt rund 1.350ha misst. Darin enthalten sind die verschiedenen Kulturlandschaften mit Mooren, Moorseen, Wald und landwirtschaftlichen Flächen. Schutzzweck ist der Erhalt der Niedermoore und Feuchtgebiete, der Feldgehölze und Gewässer und des Waldbestands. Der Biotopmix erfreut nicht nur Frösche und Vögel.

Wir kommen zum Pöppendorfer Bauernmoor, das wir umrunden, um zur Attraktion des Pöppendorfer Großsteingrabs zu gelangen. Dabei treffen wir auch auf die Hinweise zum Archäologischen Rundweg und seine Erläuterungen. Bereits vor bis zu 6.000 Jahren lebten hier Menschen. Im Schutzgebiet sind auch Spuren des Pöppendorfer Ringwalls aus dem 8. Jahrhundert beschrieben. Das jungsteinzeitliche Großsteingrab ist ein Ganggrab der Trichterbecherkultur, vermutlich zwischen 3500 und 2800 v. Chr. entstanden. Ursprünglich war es von Erde bedeckt und zwischen den großen Steinen war weiteres Mauerwerk.

Durch den Wald erreichen wir den Rast- und Parkplatz Pöppendorfer Lager und wandern weiter zum Forsthaus Waldhusen, das heute eine Eventlokation ist. Es stammt aus dem Jahr 1765. Wir sehen ausgemauertes Fachwerk unter tief gezogenen Reetdächern. Hier lebten auch die Forstleute. Mitte des 19. Jahrhunderts verbrachte der Lyriker Emanuel Geibel (1815-1884) mehrfach seine Sommerfrische in dem Forsthaus. Seinerzeit wurde er in einem Atemzug mit beispielsweise Heinrich Heine genannt. Ein passendes Geibel-Zitat wäre: „Wer recht in Freuden wandern will, Der geh' der Sonn' entgegen.“ Schön ist auch diese Beobachtung, passend zu den Mooren: „Um den vermodernden Sumpf schwebt bunt in der Sonne der Falter; Arglos über dem Tod gaukelt die Freude dahin.“ Nun denn, ehe wir es uns versehen, sind wir am Friedhof.

Bildnachweis: Von Roland.h.bueb [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

Copyright 2009-2026 Wanderatlas Verlag GmbH, alle Rechte vorbehalten

Kostenlose Prospekte für Deinen nächsten Wanderurlaub
Wähle aus Hunderten von Wanderkatalogen und Informationsbroschüren Dein nächstes Wanderziel. Die Prospekte kommen gratis und versandkostenfrei per Post frei Haus!

Wandertouren in direkter Nähe
Es gibt weitere schöne Touren in der direkten Umgebung. Schau dich um und finde Deinen Weg!
Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
6.17km
Gehzeit:
01:22h

Die Wanderung durch das Naturschutzgebiet Schellbruch ist etwas länger als 6 Kilometer. Sie ist für jeden Wanderfreund geeignet, der gut zu Fuß...

Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
8.17km
Gehzeit:
01:54h

Der Priwall ist eine Halbinsel zwischen Trave und Ostsee und gehört zu Lübeck. War zur DDR-Zeit noch Spannung in der Luft, stehen die Zeichen heute...

Artikelbild
Art:
Rundtour
Länge:
17.11km
Gehzeit:
04:02h

Hinter dem lustigen Namen Schlutup verbirgt sich ein einstiges Fischerdorf, das heute zur Hansestadt Lübeck zählt. Als Ausgangspunkt für einen...

Weitere Touren anzeigen

Wanderziele am Weg
Entlang dieses Wanderwegs gibt es interessante Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele. Starte dein nächstes Abenteuer!
Waldhusener ForstKücknitz (Lübeck)Forsthaus WaldhusenPöppendorfer Großsteingrab
ivw
Die Wandertour wurde zu Deiner Merkliste hinzugefügt