Walderlebnis Ehrhorn: Kurze Runde mit Trojaburg und Ehrhorner Düne


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 18 Min.
Höhenmeter ca. ↑65m  ↓65m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide ist nordwestlich von Niederhaverbeck, im Norden des Niederhaverbecker Holzes, wo die Este ihre Quelle hat und bei Ehrhorn das Walderlebniszentrum Ehrhorn (Schneverdingen). Über die L211 (Behringer Straße/Ehrhorn) kommen wir dahin.

Die L211 verbindet die B3 bei Wintermoor an der Chaussee mit Niederhaverbeck. Wir starten vom Parkplatz beim Erlebnispfad Trojaburg. Die Trojaburg Ehrhorn (18./19. Jh.) ist wie auch andere Trojaburgen als schlingenförmige Steinsetzung und Pseudolabyrinth aufgebaut, denn es gibt nur einen Weg ohne Abzweigungen. Trojaburgen entstanden in vielen Kulturen und Varianten, oft in Küstennähe. Die meisten fand man im skandinavischen Raum. Was diese Steinkreise genau zu bedeuten hatten, weiß man nicht letztlich. Sie könnten religiöse Kultstätten, Tanzplätze oder zum Trainingsrund von Streitrossen gewesen sein. 

Wir sind am Naturwald Ehrhorner Düne und dem Walderlebniszentrum, das wir genauer am Ende der kleinen Erkundungsrunde besuchen werden. Wir wandern im Uhrzeigersinn durch den Mischwald und gelangen zu einem Aussichtspunkt mit Teich und Heidelandschaft.

Bald kommen wir zur Klinik Wintermoor (Schneverdingen) an der Behringer Straße. Ein „lost-place“, betreten verboten, woran sich offensichtlich nicht gehalten wird. Als die Krankenhäuser im Zweiten Weltkrieg nicht mehr wussten wohin mit den ganzen Verletzten, wurden Ausweichkrankenhäuser aus dem Boden gestampft. Dieses hier wurde 1943 von Zwangsarbeitern errichtet und wurde bis 1945 belegt. Danach zog die Außenstelle der Endo-Klinik Hamburg-Altona ein. Ab 2001 war dort eine Altenpflegeeinrichtung und seit 2006 verfällt alles. 2019 war zu lesen, dass es einen Interessenten gibt, der dort ein Reiter-Ressort mit Paddocks, Ställen, Ferienhäusern und Hotel errichten will.

Umspielt wird das Areal von der Este (62km), die beim Walderlebniszentrum ihre Quelle hat und bei Hamburg in die Elbe mündet. Wir queren die Behringer Straße und kommen am einstige Jugenddorf Ehrhorn vorbei, das Teil des Waldkrankenhauses war und nun zum Walderlebniszentrum gehört.

Das Walderlebniszentrum Ehrhorn besteht aus einem Ensemble. Das 1650 gebaute Bauernhaus grenzt an den Naturwald Ehrhorner Düne. Das Dorf-Ensemble ist von bis zu 20m hohen mittelalterlichen Wanderdünen umgeben, mit einem der „urwaldigsten“ Wälder Niedersachsens. Auf dem Areal des Walderlebniszentrums gibt es viel zu entdecken: Ausstellungen, Fuchs im Hühnerstall, Bienenzaun und Insektendorf, Holzweg und Streuobst, Ameisen, Arboretum … Man vergisst die Zeit.

Bildnachweis: Von Hajotthu [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

Vgwort