Waldach- und Haiterbachtal-Rundwanderung (Nordschwarzwald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑554m  ↓554m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine bunte Mischung erwartet uns: Dörfliches, Flüssiges, Schattiges und Sonniges, Historisches, Luftiges. Übersetzt: Iselshausen, Steinach, Waldach, Wald und Auen, Schloss, Haiterbach, Segelflug.

Ein paar Daten: Die Steinach, an der wir starten, misst 14km. Sie fließt in Iselshausen, einem südlich gelegenen Stadtteil von Nagold, in die Waldach, die 25km hat. Die Waldach ihrerseits fließt in der Stadt Nagold im Kreis Calw am Nagoldknie in die Nagold, die 90km zusammenbringt und in die Enz schickt. 786 wurde eine Villa Nagaltuna erstmalig in einem Buch des Klosters St. Gallen genannt.

Die ersten rund 5km unserer Wanderung verbringen wir mit der Waldach im Tal und durch die Aue. Wir wandern an der Steinach in der Oberen Mühlstraße in Iselshausen los zur Waldach, die wir nicht aus der rechten Hand lassen. Nah ans Ufer rücken wir im Schwandorfer Tal wo das Brünnlein „Dem durstigen Wanderer“ einen Schluck gewährt. Benachbart ist ein kleiner Jüdischer Friedhof, der im 19. Jahrhundert dort bestandenen kleinen Jüdischen Gemeinde.

Waldach- und Haiterbachtal bilden ein Naturschutzgebiet von 72ha, festgelegt in 1992, zugehörig zu den Naturräumen Obere Gäue und Schwarzwald-Randplatten. Geschützt ist die Besonderheit des Landschaftsraums mit den unterschiedlichen Zeichnungen von Talhängen, Trockengebieten, feuchten und wechselfeuchten Biotopen. Hier ist der Naturtisch reich gedeckt: Orchideen, Wacholder, Mischwald, Seidelbast, Eisvogel, Wasseramsel …

Wir kommen auf die Alte Haiterbacher Straße und können einen Blick auf das Schloss Unterschwandorf werfen, dass aus dem 17. Jahrhundert stammt und auf älteren Grundmauern errichtet wurde.

Der Haiterbach wird unser Begleiter. Eine Rast bietet sich am Waldrand mit Blick über die Wiesen bei der Alkmandhütte und dem Barbarabrünnele an. Aufwärts geht’s nach Haiterbach, einem Kleinstädtchen mit rund 5.800 Einwohnern und der Laurentiuskirche (16. Jahrhundert).

Über den Friedhofweg verlassen wir die Bebauung und haben rund die Hälfte der Wanderung. Wald, Felder und das Segelfluggelände Haiterbach-Nagold prägen den folgenden Abschnitt in der Höhenlage. In Iselshausen angekommen, böte sich all jenen die noch nicht genug haben, ein Ausflug zum Bacherlebnispfad an der Steinach an.

Bildnachweis: Von Friedi13 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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