Rundwanderung durch Nagold im Gäu


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 14 Min.
Höhenmeter ca. ↑146m  ↓146m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nagold liegt im Übergang vom Gäu in den Schwarzwald, etwa auf halber Strecke zwischen Freudenstadt und Tübingen. Wir starten die Erkundungsrunde durch Nagold am Bahnhof, der von der Nagoldbahn (Pforzheim nach Horb am Neckar) angefahren wird.

Die ersten Schritte führen uns zu evangelischen Johanneskirche. Die Johanneskirche entstand 1870-74 im neugotischen Stil aus einheimischem Buntsandstein nach dem Vorbild der Johanneskirche am Stuttgarter Feuersee und gilt als idealtypische Umsetzung der Eisenacher Bewegung.

Durch die Bahnhofstraße spazieren wir zum Vorstadtplatz, eine schöne Mischung aus Modernität und prachtvollem Fachwerk, wie am Hotel Alte Post zu bewundern, das 1697 erbaut wurde und dessen 1907 angefertigtes Wirtshausschild machtvoll die Geschichte des Hauses symbolisiert.

Rechterhand steht der Alte Turm, das Wahrzeichen von Nagold. Der Alte Turm ist der Überrest der alten Stadtkirche, die um 1360 erbaut wurde. Als das alte Gotteshaus nach Fertigstellung der Johanneskirche abgebrochen wurde, blieb der Kirchturm stehen; charakteristisch ist die doppelte Laterne in seinem Helm.

Vorbei am Badhaus und dem Steinhaus – heute Sitz des Heimatmuseums – geht es an die Nagold. An der Einmündung der Waldach in Nagold passieren wir den Fluss und wandern steil bergan hinauf zur Ruine der Burg Hohennagold.

Burg Hohennagold wurde im 12. Jahrhundert erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. In der Ruine sind die Grundmauern des Burgkerns enthalten. Außerdem findet man noch weite Teile der Vorburg mit den Ruinen von Wehrtürmen und dem Zwinger der Vorburg. Der Bergfried und ein weiterer Turm sind erhalten. Burg Hohennagold ist jederzeit frei zur Besichtigung zugänglich.

Durch den Stadtwald wandern wir wieder hinab ins Nagoldtal, überqueren oberhalb des Wehrs den Fluss und spazieren zurück in die Innenstadt. Ein schönes Fachwerkhaus – das alte Oberamt – wurde um 1400 als Kornspeicher erbaut. In unmittelbarer Nachbarschaft des Oberamts befinden sich Reste der alten Stadtbefestigung, die noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts als doppelter Mauerring mit Wassergraben (Zwinger) den Kern der Stadt umgab.

Durch die Marktstraße bummeln wir hinauf zum Gerichtsplatz und kommen durch die Emminger Straße zurück zum Bahnfhof.

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