Vossenack (Hürtgenwald)

Vossenack liegt auf einem Höhenrücken oberhalb des Kalltals. Von hier aus kann man das Siebengebirge und den Kölner Dom sehen. Die Bachtäler-Höhenroute führt südlich am Ortskern vorbei, nahe Simonskall. Auch sind Eifelsteigzuwege markiert.

Eine Einrichtung der ganz anderen Art sollte man in Vossenack sicher nicht auslassen, das Museum Hürtgenwald 1944 und im Frieden. 1983 wurde in Kleinhau (Verwaltungssitz der Gemeinde Hürtgenwald) das Friedensmuseum Hürtgenwald 1944 eröffnet, das an die schwere Schlacht erinnerte. 2001 entstand das jetzige Museum in Vossenack. Es gliedert sich in die Themengebiete der Heimatgeschichte Hürtgenwald, dem Westwall im Bereich, es gibt ein Kartenzimmer, die US-Army und die Wehrmacht im Hürtgenwald werden vorgestellt sowie die Nachkriegszeit.

Die Geschichte Vossenacks ist eng verbunden mit der Schlacht im Hürtgenwald. Der Grabenkrieg im Hürtgenwald zwischen September 1944 und Februar 1945 bestand aus drei Abwehrschlachten der Wehrmacht gegen die vorankommenden US-Streitkräfte, Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Schlacht wird auch Allerseelenschlacht genannt, die im Oktober/November 1944 tobte. Insgesamt standen 120.000 Mann US-Truppenstärke den nicht zahlenmäßig benannten Wehrmachtssoldaten gegenüber. Man spricht von mindestens 24.000 Toten, manche Quellen gehen von weit mehr Opfern aus. Im Amerikanischen wurde der Hürtgenwald als „Hurt-genwald“ bezeichnet von hurt = verletzen.

Westlich von Vossenack, auf der anderen Seite der Bundesstraße B 399, liegt der Hürtgenwalder Ortsteil Raffelsbrand. Hier entstand 2003 der erste Bodenlehrpfad Nordrhein-Westfalens, der Bodenlehrpfad Todtenbruch.

Der Bodenlehrpfad führt u.a. über Holzstege durchs Todtenbruch-Moor. Fünf Quellen finden sich am Lehrpfad, auch die des Wehebachs, der mitten im Hürtgenwald zur Wehebachtalsperre aufgestaut wird und nach 26km bei Lamersdorf in die Inde mündet. Man wandert über sechs unterschiedliche Bodenarten, kann das Torfstechen nachvollziehen und seltene Moorpflanzen in Augenschein nehmen.

Zwischen Vossenack und Simonskall liegt das Franziskanerkloster Vossenack, das in den 1960er Jahren erbaut wurde. Es beherbergt neben den dort lebenden und arbeitenden Brüdern, das Franziskus-Gymnasium und das Franziskus-Internat. Die katholische Privatschule nebst Kloster liegt malerisch im Wald.

Direkt an der Simonskaller Straße wurde der Eifel-Blick Franziskus-Gymnasium eingerichtet mit schöner Sicht über die Ortslage Vossenack und die Hochfläche der Rur-Eifel hinweg bis in die Kölner Bucht.

Direkt angrenzend befindet sich eine der beiden Kriegsgräberstätten im Hürtgenwald, die Kriegsgräberstätte Vossenack. 1949 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Insgesamt 2.221 gefallene Soldaten sind hier begraben, darunter auch Generalfeldmarschall Walter Model, dessen Gebeine in Grab 1.074 ruhen.

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