Von Schloss Ballenstedt zu den Gegensteinen


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 24 Min.
Höhenmeter ca. ↑253m  ↓253m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Runde liegt im Dreieck zwischen dem Flugplatz Ballenstedt-Quedlinburg, Ballenstedt und Rieder. Wir treffen auf Schlossambiente, Auen, Wald und Feld,  gehen auf Tuchfühlung mit dem Naturschutzgebiet Gegensteine-Schierbach und genießen Aussichten vom Großen Gegenstein – dem ersten Ziel der Runde.

Vorweg sei ein Abstecher in die Kunstgeschichte erlaubt: Caspar David Friedrich (1774-1840), berühmter Vertreter der deutschen Frühromantik, hat Ballenstedt eines seiner Hauptwerke - Gartenterrasse - gewidmet und wir könnten durch die Augen eines Malers schauen. Wir würden das Motiv Gartenterrasse so nicht finden. Friedrich komponierte um die Malerin auf der Bank die Baumallee zwischen Schloss und Neustadt, zusammen mit einem Stück Schlossmauer sowie dem Brocken im Hintergrund.

Ballenstedt, das zahlreiche hübsche Denkmaler zeigt, nennt sich die Wiege Anhalts und ist der Stammsitz der Askanier sowie Residenzstadt derer von Anhalt. Sie residierten im Schloss, wo wir starten. Das Residenzschloss Ballenstedt ist das Wahrzeichen Ballenstedts und stammt mehrheitlich aus dem 18. Jahrhundert. Die barocke Dreiflügelanlage schließt Teile der einstigen Klosteranlage (11. und 12. Jahrhundert) ein.

In der einstigen Klosterkirche an Stelle der heutigen Kirche ist die Grablege des Markgrafen Albrecht des Bären, einem Askanier, und seiner Frau. Im Schloss ist eine Askanier-Ausstellung. Sehenswert ist zudem das Römische Zimmer aus dem Jahr 1788, man kann ein Filmmuseum besuchen und Theaterluft am alten Schlosstheater schnuppern.

Einen Spaziergang durch den Schlosspark Ballenstedt mit Schlossmühle werden wir am Schluss der Runde unternehmen. Jetzt geht es erstmal zwischen Schlosspark und Stadtmuseum sowie der hübschen Allee, in die wir einen Blick werfen, gen Norden über den Felsenkellerweg zu den Felsenkellern, dann durch Wiesen und Ackerflächen sowie das Asmusstedter Holz.

Nach 3,5km sind wir am Großen Gegenstein, von dem es auch noch einen kleinen gibt. Wir sind im Naturschutzgebiet Gegensteine-Schierberg. Die Gegensteine sind markante Felsen im Bereich der östlichen Ausläufer der Teufelsmauer. Man trifft Rotmilan und Mopsfledermaus, wenn die wollen. Am Großen Gegenstein erklimmen wir eine Aussichtsplattform und genießen den Blick!

Rund 7,3km werden wir durch das Naturschutzgebiet Gegensteine-Schierberg wandern, mit seiner artenreichen Flora und Fauna: Orchideen, Enzian und Mädesüß – man könnte jetzt noch viel aufzählen. In Rieder biegen wir in die Dicke-Stein-Straße ein. Links ist die Grenze des Naturschutzgebiets, rechts der Bicklingsbach. Wenn wir auf die L 242 stoßen, sehen wir die Roseburg, ein Burgneubau (Eintritt).

Wir gehen wieder in den Wald. Bei den Haidbergwiesen verlassen wir den Fürstenweg und sind im Siebersteinstal und kommen zum Kleinen Siebersteinsteich, von dem gibt es auch noch einen Großen. Sie sind Kunstweiher, d.h. sie wurden für den Bergbau angestaut, um deren Wasser und Kraft zu nutzen. Es geht bergauf und über die Hubertushöhe.

Nächstes historische Augenmerk fällt auf das Buttlar-Grab. Wilhelmine war eine Freundin der Herzogin von Anhalt-Bernburg und verstarb 1810 bei dieser an Scharlach. Früher war in diesem Waldgebiet ein Wildpark. Der Glockenteich und der Schlossteich liegen noch auf dem restlichen Weg nach Schloss Ballenstedt.

Bildnachweis: Von Dg-505 [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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