Von Grassau zur Hochplatte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 7 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑1235m  ↓1235m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Südlich des Chiemsees und westlich von Marquartstein an der Tiroler Achen trauen wir uns heute auf eine Vollzeit-Wanderrunde hinauf zur Chiemgauer Hochplatte (1.586m), nicht zu verwechseln mit der 2.082m hohen Hochplatte der Ammergauer Alpen.

Die Chiemgauer Hochplatte ist der Hausberg von Grassau und Marquartstein und wird auch als „Familienberg“ beworben, vermutlich, weil man da recht gut hoch kommt, auch ohne Bergsteigererfahrung und egal wie groß die Füße sind. Man kann auf Schusters Rappen rauf, radeln oder die Hochplatten-Bergbahn nutzen.

Wir stellen schon mal vorweg, was wir alles zu sehen bekommen, wenn wir oben sind und auch ausschnittweise auf dem Weg: Tiroler Alpen im Süden, Kampenwand im Westen, Hochgern im Osten, Chiemsee im Norden, bei der Bergstation ist eine Drachenflieger-Startrampe, auch Paragliding ist möglich. Der Bergwalderlebnisweg Staffen kommt vorbei.

Die ersten 9,7km haben wir Zeit von Grassau und von 538m bis zur Hochplatte mit Gipfelkreuz und auf 1.569m zu gelangen – mit dem Uhrzeigersinn. Bei der Kirche Mariä Himmelfahrt in Grassau beginnen wir, den Rucksack mit ausreichend Proviant gepackt.

Unterwegs treffen wir zu Beginn südlich von Grassau auf den Tennbodenbach und den Märchen-Erlebnispark Marquartstein. In Niedernfels kommen wir an der Kapelle St. Nepomuk vorbei und zur Hochplattenbahn-Talstation.

Mit Waldbegleitung und teils Serpentinen queren wir Bächlein und kommen zur Hochplattenbahn-Bergstation und dem Berggasthof Staffn-Alm. Hier genießt sich neben einem Frühstück schon eine herrliche Aussicht. Wir sind auf rund 1.035m und haben etwa 6,3km unter den Sohlen.

Heroben kommen auch Wanderer der Salzalpentour über die Grassauer Almen vorbei. Weitere (unbewirtete) Almen stehen auf der Lichtung. Wir kennen nur eine Richtung und die ist aufwärts. Durch den Bergmischwald erreichen wir nach rund 8,5km gesamt die Hochplattenalm, die bisweilen Erfrischungen anbietet. Zur Orientierung: Die Hochplatte (1.586m) ist südlich, der Haberspitz (1.431m) nordwestlich, der felsige Friedenrath (1.432m) ist nördlich in der Kette und auf dem sogenannten Dach des Chiemgaus.

Zur Hochplatte mit Gipfelkreuz gibt es nur einen Weg, den wir hin und wieder retour gehen, wenn wir uns ausgiebig umgeschaut und uns eine Kleinigkeit aus dem Rucksack genehmigt haben.

Runter kommt man immer, heißt es. Wir wandern am Haberspitz vorbei, am Friedenrath, der sich links von uns erhebt, sind unter dem Blätterdach, links erheben sich der Kleinstaffen (1.250m) und der Großstaffen (1.280m), rechts sind die Almen am Staffen, nahe der Bergstation. Wenn der Wald sich lichtet, haben wir Linkerhand die Moieralm und nach einem kleinen Stück im Zickzack entlang einem Bachlauf, die Hefteralm zur Rechten. Beide bieten saisonal Bewirtung und die Hefteralm erreichen wir nach rund 15km.

Nach einem Waldbogen kommen wir auf den ausgebauten Weg Hinterm Bichl am Strehtrumpf und einem kleinen Biotop vorbei sowie nach Grassau zurück – erschöpft aber glücklich.

Bildnachweis: Von Pixelteufel [CC BY] via Wikimedia Commons

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