Von Cham auf die Luitpoldhöhe (Rundtour)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 53 Min.
Höhenmeter ca. ↑211m  ↓211m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Cham, nicht mit „ch“ gesprochen sondern „k“, ist Kreisstadt des Landkreises Cham, liegt im Naturpark Oberer Bayerischer Wald, wird vom Regen südlich umarmt, hat die Denkmalzonen Ensemble Marktplatz und Stadtbefestigung, vermarktet sich touristisch zusammen mit Roding als „Land der Regenbogen“, aufgrund des Regens und der Vielfalt der Region, hatte im Mittelalter eine eigene Währung (den Chamer Denar) und wird vom Pandurensteig angesteuert.

Unsere Chamer Runde wird uns vom Regen, an der Klosterkirche Maria Hilf vorbei, durch Stadt- und Waldpark auf die Luitpoldhöhe bringen und über den Weinberg zurück. Beginn ist am Bahnhof Cham mit dem Empfangsgebäude der Neorenaissance (1898).

Wir wandern den Meranweg, ein schmaler Regenarm rechts von uns, und kommen durch das Biertor auf die Klosterstraße. Die Stadtbefestigung von Cham geht auf die Zeit um 1250 zurück. Das imposante Biertor mit zwei dicken Rundtürmen (um 1430) macht einen mächtigen Eindruck als Tor der äußeren Befestigung.

Wir wandern durch die Klosterstraße mit dem ehemaligen Franziskanerkloster. Nun geht es zum Kirch- und Marktplatz mit der Stadtpfarrkirche St. Jakob. Sie ist romanischen Ursprungs und weist ins 13. Jahrhundert. Ihr nördlicher Turm steht mit dem Rathaus in Verbindung. Das Innere von St. Jakob wurde Mitte des 18. Jahrhundert mit Stuck und Fresken ausgestattet, mit Darstellung des Martyriums des Apostels Jakobus.

Das Rathaus Cham ist ein zweiflügeliger Komplex mit einem Teil aus dem 14. Jahrhundert, mit einem Dachreiter und Zwiebelhaube, und einem aus dem 15. Das ist der Westbau, zu erkennen am Treppengiebel und einem Eckerker. Vom Rathausturm ertönen mittags als Glockenspiele die Marseillaise, im Andenken an den Chamer Nikolaus Graf Luckner (1722-1794), der Marschall von Frankreich wurde, und am frühen Abend die Bayernhymne.

Am schmucken Marktplatz steht auch ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus mit Schweifgiebeln (um 1900). Das Haus daneben, mit der Lunettenbekrönung, war einst Gasthaus und stammt aus dem 15. Jahrhundert. Benachbart ist eines mit Treppengiebeln sowie weitere Gast- und Bürgerhäuser ab dem 15.

Nächste sakrale Station in Cham ist die Klosterkirche Maria Hilf der Redemptoristen. Sie ist ein neuromanischer Backsteinbau mit zwei Chorflankentürmen, 1909 geweiht. Wir wandern durch die Schleinkoferstraße. Rechts ist ein Friedhof und links ist der Stadtpark.

Es geht in die Kalvarienbergstraße und auf dem Pandurensteig zur Kalvarienbergkapelle im Städtischen Waldpark. Die Kalvarienbergkapelle und ein Kreuzweg sind denkmalgeschützt. Die neugotische Kapelle stammt aus den Jahren 1881-1883. Wir kommen an einer Schutzhütte und einem Bolzplatz vorbei sowie am Schillerfelsen.

Der Pandurensteig führt uns zur Luitpoldhöhe (494m) mit dem Luitpoldturm im Stadtteil Katzberg. 1901 wurde der Grundstein für den Aussichtsturm gelegt, der seinerzeit 13,75m maß und 1975 auf 26m anwuchs. Per Wendeltreppe kann man sich hinaufschrauben.

Dann wandern wir talwärts zum Dorfplatz Katzberg und zur St. Aegidiuskirche. Die einstige Schlosskapelle ist romanischen Ursprungs. Von der Katzberger Straße biegen wir nach rechts, um über den Ehrenhain an einem Kriegerdenkmal vorbei zum Weinberg (486m) mit seinen Aussichtsmöglichkeiten und einem Steinbruch (Geotop) zu wandern. Hier wurde Katzberggranit abgetragen. Durch Cham-West wandern wir zum Bahnhof Cham zurück.

Bildnachweis: Von luckyprof [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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