Von Berchtesgaden hinauf zur Kneifelspitze


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑848m  ↓848m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Diese Rundwanderung bei Berchtesgaden beinhaltet ein Maximum an Abwechslung: Fluss im Tal mit der Berchtesgadener Ache, Alpenstadtflair mit historischen Bauten, Wälder und Almen, eine Wallfahrtskirche, so als hätte sie ein Maler in die Landschaft gepinselt, ein Märchenpfad, ein Klammweg, Serpentinen auf die Kneifelspitze (1.189m) mit atemberaubenden Fernsichten zum Watzmann und nach Salzburg.

Start ist der Parkplatz zwischen Watzmanntherme und Rodlerhalle in Berchtesgaden. Über die Bergwerkstraße überqueren wir die Berchtesgadener Ache und die B305. Die Bräuhausstraße bringt uns ins Zentrum, wo sich die Runde noch vor den Kirchen öffnet. Zu denen kommen wir dann am Ende.

Wir bleiben auf der Bräuhausstraße, links liegt der Kurpark, doch wir streben dem Marktplatz zu. Dessen historisches Ensemble steht unter Denkmalschutz. Marktbrunnen mit Löwe, das Hirschenhaus mit Lüftelmalereien und zahlreiche andere mehrgeschossige Giebelgebäude gehen auf das 16. und 17. Jahrhundert zurück.

Wir gehen den Fürstensteinweg nach Westen aus der dichten Bebauung hinaus und nach rechts auf den Soleleitungsweg, von dem wir alsbald nach links abbiegen. Bäume umgeben uns auf dem Weg, der uns zur Straße Doktorberg und Rostwaldstraße führt. Zielrichtung ist das Naturbad Aschauer Weiher, dass wir nach etwa 3,3km erreichen. Jetzt treffen wir auf den Märchenpfad Bischofswiesen, mit Figuren und Bildtafeln, die zum Erinnern oder Erzählen einladen, je nach Alter.

Märchenhafte Aussichten lassen sich auf dem Weg zur Wallfahrtskirche Maria Gern blicken. Wir biegen vom Märchenweg nach links auf den Rabensteinerweg ab und streben zur Kirche. Die ersten gut 6km haben wir es lediglich mit den Höhenlagen von rund 530 bis 770m zu tun. Maria Gern auf dem Hügel Reitbichl, liegt in einer kleinen Senke, erst ab da geht es dann „aufi!“ zur Kneifelspitze.

Doch Innhalten ist bei Maria Gern angesagt: Eine erste Kapelle wurde bereits um 1600 erwähnt. Was sich malerisch zeigt ist ein Neubau von 1710. Zwiebeltürmchen und Zeltdach, Stuck und Pastell, Ausmalung und Gnadenbild, es ist recht harmonisch hier.

Nun aber durchgeatmet und hinauf zur Kneifelspitze und zumeist durch Wald. Nach etwa 7,6km beginnt eine Serpentinenpassage bis auf die Spitze, von wo aus man einen herrlichen Blick zum Watzmann und über Berchtesgadener Tal genießt. Oben ist die Paulshütte und wenn wir uns auf den weiteren Weg machen, lässt sich noch ein Salzburgblick mitnehmen.

Es geht abwärts. Über den Metzenleitenweg kehren wir nach Bechtesgaden zurück. Wir überqueren den Weiherbach, kommen am Kreisklinikum vorbei, nehmen den Weiherbachweg zur Kirchleitnkapelle, der Kapelle der Seligpreisungen, in hübscher Natur und am Ende eines Meditationswegs. Die Kapelle wurde 2009 geweiht. 

In Serpentinen gehen wir in die Stadt hinunter und treffen auf einige Baudenkmäler am Rathausplatz. Wen wir vor dem Kriegerdenkmal stehen, ist links die St. Andreas Kirche, deren Geschichte 1397 begann. Rechts am Schlossplatz prägt die Stiftskirche St. Peter und Johannes das Ortsbild, doppeltürmig, mit Wurzeln im 12. Jahrhundert als dreischiffige romanische Pfeilerbasilika. Sie trägt natürlich mehrere Stilepochen in sich und ist eine Besichtigung wert, bevor wir zum Ausgangsort der Wanderung zurückkehren.

Bildnachweis: Von Geisler Martin [GFDL], via Wikimedia Commons

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