Von Aplerbeck zum Stadthaus (mit Phoenix-See und Westfalenpark)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 10 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑186m  ↓190m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine Wanderung entlang dem Strukturwandel und der Emscher in Dortmund erwartet uns von Ost nach Nordwest: Aplerbeck, Haus Rodenberg, Emschertal, Neuer Kaiserberg, Phoenix-See, Phoenix-Verbindungsraum mit Brückenteich und einstigen Deponien, Westfalenpark mit Buschmühlenteich und Naherholung, Floriansturm, Bahnhaltepunkt Dortmund Stadthaus.

Der Bahnhof Dortmund-Aplerbeck ist unser Start. Über den Aplerbecker Marktplatz mit denkmalgeschütztem Amtshaus kommen wir zur Parkanlage Rodenberg mit dem Haus Rodenberg. Das ist der Rest des einstigen Wasserschlosses Rodenberg, das 1290 erstmals genannt wurde. In der Vorburg sind Seminarräume der Volkshochschule und ein Puppentheater.

Wir kreuzen den Burghof und wandern mit der Emscher in deren Aue. Linkerhand ist der Stadtteil Schüren, auf der anderen Seite eine Kleingartenkolonie. Wir wandern durchs Grüne und kreuzen ein paar Mal die Emscher.

An Sport- und Ruheplätzen geht’s vorbei, die Emscher begleitend, mit Aktionsstation Flüsterbrücke, zum Neuen Kaiserberg am Phoenix-See, auf den der Blick fällt. Diese Landschaft entstand in einem Planungsbüro. Der Neue Kaiserberg ist der aufgehügelte Boden des alten Stahlwerks Phoenix-Ost. Das Areal von rund 100 Fußballfeldern, heute mit Berg und See, war bis zur Jahrtausendwende noch ein Stahlwerk in Hörde.

Der Phoenix-See von 24ha ist auch ein Baustein der Renaturierung der Emscher, denn er hält Wasser zurück. 2010 begann man den See zu befüllen, was 1 Jahr dauerte. Man darf auf dem See segeln und mit motorlosen Booten fahren – alles andere nicht. Der Stadtteil Hörde hat sein Gesicht ebenfalls mit diesem krassen Wandel verändert. Die Emscher ist weiterhin unsere Begleiterin. Sie fließt nördlich des Seeufers, ist nicht mit dem See verbunden, um diesen nicht zu belasten. Wir kommen über den Aussichtspunkt Bellevue und erleben den Strukturwandel in seiner „Schulzeit“.

Dann wandern wir auf der Trasse der Eliasbahn, kommen via „Porta Westfalica“ über die Emscher und sind in dem Wäldchen der ehemaligen Deponie Schallacker, mit Aussicht. Kurz drauf sind wir am Brückenteich mit den Brückenköpfen des Viadukts Schlackenbahn (Viadukt Hympendahlbrücke/Eliasbahn). Interessanter Ort! 

Wir queren das Gleis. Rechts erstreckt sich die einstige Deponie Hympendahl im Phoenix-Verbindungsraum. Nochmal geht’s über die Emscher zum Buschmühlenteich im südöstlichen Teil des Westfalenparks, den wir je nach Gusto erkunden können. Angebote gibt es hier genug: Tretboot, Parkbahn, Cafés, Sternwarte, Themengärtchen, Sessellift und der Aussichts- und Fernsehturm „Florian“ (kleiner Eintritt) mit fantastischer Aussicht auf das Dortmunder Revier.

Der Florianturm mit Drehrestaurant beträgt mit Antennen 209m und ist seit 1959 „auf Sendung“. Wer die Treppen zur Aussichtsplattform nimmt, hat 762 Stufen zu bewältigen. Florian ist eine Station an der Route der Industriekultur. Von oben sehen wir die grüne Schneise und das Stadewäldchen, durch die wir unser Ziel Dortmund Stadthaus erreichen werden, in rund 1,5km.

Bildnachweis: Von Riessdo [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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