Vom Völkerschlachtdenkmal zum Markkleeberger See im Leipziger Neuseenland


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑176m  ↓176m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig wurde 1913 eröffnet und erinnert an die hundert Jahre zuvor ausgetragene Schlacht, als 600.000 Soldaten bei Leipzig aufeinander einschlugen und schossen. Russland, Preußen, Österreich und Schweden auf der einen Seite, die französischen Truppen unter Napoleon auf der anderen.

Die Völkerschlacht tobte über drei Tage und kostete über 90.000 Menschen das Leben. Napoleon zog sich geschlagen zurück. Die Völkerschlacht bei Leipzig leitete das Ende der Ära Napoleon ein, der ein Jahr später nach Elba verbannt wurde, dann noch einmal floh und schließlich 1815 endgültig in Waterloo geschlagen wurde (da trafen dann „nur“ noch 180.000 Soldaten aufeinander).

Das 91m hohe Völkerschlachtdenkmal ist eines der bekanntesten nationalen Monumente und bis heute eines der größten Denkmäler Europas. Vom Fuß des Sockels bis zur Aussichtsplattform auf der Spitze sind es 500 Stufen. Wer sich die meistens eng gedrehte Wendeltreppe nicht zutraut, kann mit einem Aufzug schon einmal bis auf 57m Höhe fahren. Vor dem Denkmal befindet sich ein großes Wasserbecken, der sogenannte „See der Tränen um die gefallenen Soldaten“.

Nachdem wir den wunderbaren vom Völkerschlachtdenkmal auf Leipzig genossen haben, wandern wir los. Dabei nutzen wir die schöne Anlage des Südfriedhofs, einer der größten Friedhöfe Deutschlands. Dementsprechend dimensioniert ist Friedhofskapelle mit ihrem 60m hohem Glockenturm. Die Friedhofskapelle orientiert sich stilistisch am Kloster Maria Laach in der Eifel.

Am Ende des Südfriedhofs kreuzen wir die Connewitzer Straße und spazieren hinein in den Erholungspark Lößnig-Dölitz. Durch ein Arboretum mit Lehrpfad kommt man in den offeneren Parkteil. Am Silbersee lässt sich schön eine erste kurze Pause einlegen.

An der Gorbitzer Straße halten wir uns rechts und später wieder links vorbei an einer Kleingartenanlage. Wir kommen nach Dösen und folgen der Leinestraße nach links und auf der Johannishöhe nach rechts in die Markkleeberger Straße, vorbei an der 1933-34 erbauten Johanniskirche.

Wir wandern nun durch die Weinteichsenke, eine große Feuchtwiesenlandschaft, zum Markkleeberger See. Der Markkleeberger See entstand 1999-2006 durch die Flutung des Nordteils eines früheren Braunkohletagebaus. 252ha groß und bis zu 58m tief gehört der Markkleeberger See heute zum Leipziger Neuseenland, wie man die rekultivierte Bergbauregion bei Leipzig nennt.

Wir folgen dem Ufer des Markkleeberger Sees nach rechts zur Seepromenade. An der Fischhütte am Markkleeberger Strand kann man übrigens prima Fischbrötchen essen. Am Ende des Markkleeberger Sees geht es rechts und wir kreuzen wenig später die Seenallee.

Vorbei an der Markkleeberger Auenkirche (Baujahr 1626) und dem ehemaligen Rittergut Markkleeberg (17. – 19. Jahrhundert) kommen wir zum agra-Park, den früheren Veranstaltungsflächen und Messehallen der Landwirtschaftsausstellungen der DDR.

Im Herfurth-Park genannten Teil des agra-Geländes treffen wir auf die Mühlpleiße, die uns nun die Richtung in den Goethe-Park (immer noch agra-Park) vorgibt. Im Goethe-Park passieren wir das Torhaus Dölitz, der Rest des im 17. Jahrhundert erbauten Schlosses Dölitz.

Vorbei am Gelände der Dölitzer Mühle, der letzten erhaltenen Wassermühle im Stadtgebiet von Leipzig, wandert man durch Dölitz auf den Rundling zu. Der Rundling ist eine 1929-30 kreisförmig angelegte Siedlung im Stadtteil Lößnig.

Ein Stück hinter dem Rundling trifft man auf die Dankwartstraße, der man nach rechts zurück zum Erholungspark Lößnig-Dölitz folgt. Hinter dem Stauteich Lößnig halten wir uns links und gehen so wieder zum Südfriedhof und zurück zum Völkerschlachtdenkmal.

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