Vom Starnberger See zum Kloster Andechs (Oberbayern)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 30 Min.
Höhenmeter ca. ↑271m  ↓189m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Streckenwanderung beginnt in Starnberg am Starnberger See, verläuft ansteigend bis zum Kloster Andechs gen Westen und in Richtung Ammersee. Dabei gehen wir auf dem König-Ludwig-Weg, durch die Maisinger Schlucht und durch eines der ältesten Naturschutzgebiete Bayerns, dem Naturschutzgebiet Maisinger See.

Wir starten an der Seepromenade beim Bahnhof Starnberg in Oberbayern. Über die Bahnhofstraße kommen wir zur Söckinger Straße, folgen ihr und verlassen über die Maisinger-Schlucht-Straße die Ortsbebauung. Entlang von Wiesen kreuzen wir den Maisinger Bach, den wir gut 3,5km durch die Maisinger Schlucht begleiten werden. Dabei tangiert der Maisinger Bach und der Wanderweg den Standortübungsplatz Maxhof in der Gemeinde Pöcking. Seit 1959 ist hier die Bundeswehr mit der General-Fellgiebel-Kaserne.

Dann kommen wir nach Maising, das ebenfalls zur Gemeinde Pöcking zählt. Über die Ortsstraße durchqueren wir das Dörfchen. Wir begegnen erneut dem Maisinger Bach und befinden uns im Naturschutzgebiet Maisinger See. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten fühlen sich hier wohl, mit Schilfgräsern und Mooren. Gerne brütet auch die Lachmöwe am Maisinger See. Zeitweilig diente der See auch der Fischzucht. Gegen Überschwemmungen wurde ein Damm errichtet, so dass der Eindruck entstehen könnte, es sei ein Stausee. Doch der See ist natürlichen Ursprungs und entstand am Ende der Würmeiszeit.

Jetzt gehen wir ein Stück entlang dem Wielingerbach durch offene Landschaft und kommen über den Maisinger Seeweg nach Aschering (Gemeinde Pöcking). Etwas über die Hälfte der Strecke ist geschafft und wir haben noch nicht viel Höhenmeter gemacht. Aschering ist ein Haufendorf um die Kirche St. Sebastian, von der Teile aus dem 13. Jahrhundert stammen. Über den Bachweg und Andechser Weg stoßen wir in der Natur auf den König-Ludwig-Weg. Der Fernwanderweg führt vom Starnberger See bis ins Allgäu nach Füssen und da kommen 127km zusammen. 

Ab Aschering geht es auf den nächsten 2km von rund 650m auf über 700m hinauf. Wir durchstreifen auf dem Weg Wiesen, Wald und erneut Wiesen, südlich von Rothenfeld. Dann stoßen wir auf die Starnberger Straße, queren diese und kommen über den Kreuzweg zum Kloster Andechs.

Auf dem sogenannten Heiligen Berg stand zuvor eine Burg, die bereits Mitte des 13. Jahrhunderts zerstört wurde. Ein bedeutender Reliquienschatz wurde um 1388 in der alten Burgkapelle gemacht. Zwischen 1423 und 1427 wurde für die Wallfahrer eine spätgotische Hallenkirche gebaut, im 17. Jahrhundert wurde sie barockisiert und Mitte des 18. Jahrhunderts kamen im Inneren Rokoko auf. Die Pracht und Herrlichkeit muss man gesehen haben. Malereien, Bauschmuck, Altäre – das Auge quillt einem über! Was man beim Betrachten des Äußeren, insbesondere der Turmgestaltung schon ahnt, wird innen absolut bedient. Am Ort ist auch eine Klosterbrauerei.

Wenn man nicht mit dem Bus vom Kloster zurück nach Starnberg will, kann man den Streckenwanderweg noch einmal um 4km verlängern und durchs Kiental hinab nach Hersching am Ammersee wandern, dort übernachten oder mit der S-Bahn nach Starnberg fahren.

Bildnachweis: Von Rufus46 [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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