Vom Paradies zum Sissi-Schloss Possenhofen (Starnberger See)


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Länge: 5.36km
Gehzeit: 01:20h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Gleich vorweg: Sissis Schloss Possenhofen und auch der Schlosspark sind leider nicht mehr öffentlich zugänglich, aber man kann Blicke dorthin werfen und sich mit Phantasie das vorstellen, was klein Sissi in ihrer Kindheit um sich hatte. Öffentlich wurde der einst herzogliche Badeplatz. Das Badegebiet Paradies am Starnberger See, darf von Bürgerlichen genutzt werden.

Wir starten in der Gemeinde Pöcking im Ortsteil Possenhofen und dem Paradiesparkplatz. Von dort geht’s gleich zum Badeplatz Paradies und ans Ufer des Starnberger Sees. Der ist der fünftgrößte See Deutschlands, hat eine Ausdehnung von fast 19,5km Länge und 4,7km Breite, bei einem Umfang von 49km und einer Fläche von 56,36km². Die maximalen Tiefe beträgt beinahe 128m. Damit ist er einer der wasserreichsten und tiefsten Seen im Land. Der Starnberger See, rund 20km südwestlich von München, wird auch gern die Badewanne Münchens genannt.

Der Rundweg führt uns mit dem Starnberger See zur Linken am westlichen Ufer entlang gen Süden. Dabei kommen wir am Dampfersteg vorbei, mit Seeverbindung nach Leoni am Ostufer. Der Seeweg führt am Yachtclub Possenhofen entlang und wir wandern ein weiteres Stück mit dem Seeuferweg in Richtung Wasserwacht Feldafing.

Davor biegen wir nach rechts ab, wandern aufsteigend, streifen den Norden von Feldafing und biegen nach links in den Schluchtweg, der durch die Schlucht am Starzenbach führt. Wir queren den Starzenbach, halten uns dann rechts und wandern mit dem mäandernden Starzenbach nach Possenhofen, wobei wir unterwegs mit Infos bedacht werden und wir uns am Mischwald erfreuen.

Am Ende biegen wir nach rechts in die Karl-Theodor-Straße, kommen an der kleinen Fischmeisterkapelle (19. Jahrhundert) vorbei, zum Schloss Possenhofen. In der geschichtsträchtige Hufeisenanlage sind Wohnungen. Das Schloss der „Familie Sissi“ hat bewegte Zeiten hinter sich. 1536 wurde es auf Wunsch des Bayerischen Herzogs Wilhelm IV. erbaut und wechselte oft die Besitzer. Das Schloss musste gegen die Schweden verteidigt und nach schweren Beschädigungen neu errichtet werden.

1834 ging es in die Hände von Herzog Max von Bayern, dem Vater von Sissi, die hier einen großen Teil ihrer Jugend verbrachte. 1940 hatten es die Nazis für sich entdeckt. Es folgte die Nutzung als Lazarett und auch eine Fabrik für Fahrrad-Hilfsmotoren war drin. 1980 kamen die Eigentumswohnungen und retteten die Anlage vor weiterem Verfall. Schlussendlich sind wir wieder im Paradies.

Bildnachweis: Von Boschfoto [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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