Vom Otto-Lilienthal-Museum zum Peenetalmoor


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 38 Min.
Höhenmeter ca. ↑55m  ↓55m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Karl Wilhelm Otto Lilienthal wurde im Mai 1848 in Anklam geboren und wuchs zu einem deutschen Luftfahrtpionier heran. Er ist der erste Mensch, der Gleitflüge mit einem Flugapparat wiederholbar und erfolgreich durchführte und verhalf dem Prinzip der Tragfläche in die Lüfte. Lilienthal wurde nur 48 Jahre alt, starb an den Folgen eines Absturzes. Die Hansestadt Anklam hat ihm das Otto-Lilienthal-Museum gewidmet, unser Start- und Landeplatz in der Ellbogenstraße.

Nach rechts geht’s in die Bluthslustler Straße mit dem Bluthsluster Park, dessen Bestehen auf den Kaufmann Eduarth Bluth und den Apotheker Wilhelm Kummer um 1820 zurückgeht. Die Volksschwimmhalle kam 1968 hinzu.

Wir biegen nach links in den Schanzenberg und wandern am Rand des Naturschutzgebiets Peenetalmoor, wobei wir zuvor an der Anklamer Zuckerfabrik vorbeikommen. Sie gehört heute zu einem niederländischen Unternehmen, wurde aber bereits 1883 in Anklam gegründet. Zuckerrüben werden hier zu Zucker, Bioethanol, Biomethan und Tierfutter. Am Peeneufer und am Rand des Naturschutzgebiets ist ein Klärteich der Zuckerfabrik.

Das Naturschutzgebiet Unteres Peenetal (Peenetalmoor) misst rund 1.500ha, besteht aus vier Teilgebieten. Rund 2/3 sind als Überflutungsmoor mit Röhrichten bestanden, um Schwemmbereich der Peene. Das Peenetalmoor ist ein wichtiges Brutgebiet und Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten, die Liste ist lang.

Wir sehen links die Anklamer Wiesen, durch die die Peene einen Bogen schlängelt. Nach rund 6,2km halten wir uns gen Süden und wandern durch die offene Landschaft, biegen nach gesamt rund 8,7km in Gnevezin rechts ab. Wir wandern mit dem Gneveziner Damm nach Anklam und zum Otto-Lilienthal-Museum zurück, am Bioethanolwerk vorbei – irgendwie auch mittendurch, hat man das Gefühl, denn die Ausmaße der Zuckerfabrik sind echt üppig.

Bildnachweis: Von Uwe Zimmermann [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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